Wissenschaftler lösen Geheimnis, wie seltene blaue Diamanten gebildet werden

Ein Team von Wissenschaftlern analysiert 46 blaue Diamanten, um herauszufinden, wie tief sie in der Erde liegen und wie genau sie ihre kostbare Farbe erhalten.

Blaue Diamanten oder Diamanten vom Typ IIb sind besonders selten. Die Wissenschaftler sagten, dass nur ein Hundertstel von 1 Prozent aller Diamanten der Welt es zulässt, als Diamanten vom Typ IIb klassifiziert zu werden. Einer der berühmtesten blauen Diamanten ist der Hope-Diamant, der seit 1958 im Smithsonian National Museum of Natural History zu finden ist. Der Hope-Diamant besitzt Eigentumsrechte, die fast vier Jahrhunderte zurückreichen. Es war im Besitz von König Ludwig XIV. Von Frankreich gewesen.

Blaue Diamanten sind enorm teuer. Der Cullinan Dream, der 2016 versteigert wurde, hatte einen Preis von über 23 Millionen US-Dollar. Zum Glück konnten die Wissenschaftler diesen Diamanten in ihre Analyse einbeziehen.

Das Geheimnis der blauen Diamanten

Die Studie, die am 1. August in Nature veröffentlicht wurde, ergab, dass Diamanten vom Typ 11b tief in der Erde gebildet wurden, mindestens so tief wie die Übergangszone zwischen dem oberen und unteren Mantel des Planeten. Interessanterweise haben sie ihre wertvolle blaue Farbe wegen Bor, ein Element, das auf der Erdoberfläche gefunden wird.

Um genau zu sein, wurden blaue Diamanten tief zwischen 410 und 660 Kilometern unter der Oberfläche gebildet. Einige der Diamanten, die für die Studie analysiert wurden, zeigten Anzeichen, dass sie von einem Ort aus tiefer als 660 Kilometer kamen. Die gängigsten Edelsteine ​​können zwischen 150 und 200 Kilometern abgerufen werden.

Wenn blaue Diamanten tief im Erdmantel gefunden werden, wie sind sie dann mit Bor in Berührung gekommen, das auf der Erdoberfläche reichlich vorhanden war?

Das Puzzle lösen

Das Team von Wissenschaftlern, angeführt von Evan Smith vom Gemological Institute of America, kam zu dem Schluss, dass das Bor aus dem Meeresboden sickerte und durch einen Prozess namens Subduktion in den Erdmantel gedrückt wurde, oder wenn eine tektonische Platte unter die andere glitt. Das Bor ist in wasserreiche Mineralien übergegangen, die nach geochemischen Reaktionen kristallisieren, die zwischen Meerwasser und den Gesteinen der ozeanischen Platte stattfinden.

Abgesehen davon, dass sie endlich erklären können, wie selten blaue Diamanten ihre Farbe bekommen haben, ist ein weiteres Ergebnis der Studie die Entdeckung, dass wasserhaltige Mineralien viel tiefer in den Erdmantel wandern können. Dies ist eine neue Information in der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

"Diese neue Entdeckung, dass blaue Diamanten auch super-tiefe Ursprünge haben, wissen wir jetzt, dass die besten Diamanten in Edelsteinqualität von den am weitesten unten liegenden Planeten kommen", sagte Steven Shirey, einer der Autoren der Studie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares