Sonnenallergie: Woher sie kommt und was du wissen musst

Die aktuelle Hitzewelle kann den Körper ganz schön stressen – eine Sonnenallergie kann die unangenehme Folge von UV-Strahlung sein. Was es damit auf sich hat, erfährst du hier.

Bei einer Sonnenallergie handelt es sich nicht um eine Allergie im medizinischen Sinne. Die juckenden Bläschen und Rötungen sind vielmehr eine Reaktion der Haut auf ein zu langes Sonnenbad – in Kombination mit Pflegeprodukten, wie zum Beispiel fettiger Sonnencreme. Frauen sind daher häufiger betroffen als Männer, aber auch bei Kindern kann eine Sonnenallergie auftreten.

Viele kennen das Phänomen, das bei Ärzten unter dem Begriff „polymorphen Lichtdermatose“ bekannt ist, auch unter dem lustig anmutenden Namen „Mallorca-Akne“.  Woher genau die auffälligen Reaktionen der Haut kommen, ist bisher nicht geklärt. ‚Refinery29‘ hat mit einer Hautexpertin gesprochen, um mehr über die Sonnenallergie zu erfahren. 

Sonnenallergie ist kein herkömmlicher Sonnenbrand

Melanie Dal Canton, Gründerin eines Berliner Beauty-Salons, befasst sich beruflich mit allen Fragen, die die Haut betreffen. Immer wieder hat sie es auch mit Fällen von Sonnenallergie zu tun. 

Der Expertin zufolge verwechseln viele eine Sonnenallergie mit einem herkömmlichen Sonnenbrand. „Eine Sonnenallergie löst einen starken Juckreiz aus, es entstehen Rötungen, Pusteln und Pickelchen. Besonders ist, dass diese Hautirritationen erst einige Stunden oder sogar Tage nach der UV-Exposition auftreten“, so Canton über die Unterschiede. 

 

So kannst du dich schützen

Damit es gar nicht erst zu einer Sonnenallergie kommt, kann man mit einigen Maßnahmen vorbeugen. „Es ist wichtig die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen und konsequent hochwertigen Sonnenschutz aufzutragen. Dies gilt besonders für Kinder“, erklärt Canton. „Kleidung ist nach wie vor der beste Schutz.“

„Ein Sonnenbad von 30 Minuten ist vollkommen ausreichend, um unsere Vitamin D-Depots wieder aufzufüllen“, ergänzt sie. Neben ausreichend Sonnenschutz ist es daher sinnvoll, die Uhr im Auge zu behalten und öfters in den Schatten zu wechseln. 

Ein weiterer Tipp der Hautspezialistin ist, das ganze Jahr über so oft wie möglich draußen im Freien zu sein. Der Grund: Die Herbst- und Wintersonne könne unsere Haut desensibilisieren. Außerdem werden dadurch auch die Vitamin D-Speicher des Körpers langsam aufgefüllt.

Sonnenallergie: richtig reagieren

Ist die Reaktion der Haut auf die Sonneneinstrahlung erst einmal sichtbar, sollte man schnell aktiv werden. „Direkte Sonneneinwirkung sollte vermieden und die Haut, so gut es geht, gekühlt werden. Sehr gut eignet sich hier Aloe-Vera-Gel. Ein Antihistamin-Gel hilft gegen den Juckreiz. Auch die Sonnencreme zu wechseln, kann nicht schaden“, empfiehlt Canton.

Wer ohnehin schon weiß, dass seine Haut besonders empfindlich ist, sollte außerdem generell lieber zu emulgator- und fettfreien Produkten greifen. Um die schmerzhaften Auswirkungen der Sonnenallergie zu mindern, rät die Expertin auch zu Hausmitteln wie zum Beispiel Quarkwickel. 

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