So oft solltest du trainieren, um mental gesund zu bleiben

Mit körperlicher Aktivität kann man dazu beitragen, auch mental gesund zu bleiben. Welches Maß an Bewegung dabei das Richtige ist, haben Forscher der Universitäten Yale und Oxford in einer Studie untersucht.

Ganze 1,2 Millionen Menschen nahmen insgesamt an der Studie teil. Untersucht wurde, welches Maß an Bewegung sich auf welche Weise auf die mentale Gesundheit auswirkte. Die Ergebnisse wurden im ‚Lancet Psychiatry Journal‘ veröffentlicht.

 

So viel solltest du trainieren

Aufgrund der Studienergebnisse kommen die Wissenschaftler zu dem Fazit, dass 45 Minuten Training drei- bis fünfmal pro Woche die größten Vorteile für die psychische Gesundheit hat. Diejenigen, die häufig körperlich aktiv waren, waren also in der Regel weniger gestresst und depressiv als diejenigen, die sich überhaupt nicht bewegten.

Es wurde jedoch auch eine Schwelle entdeckt, ab der dieser positive Effekt wieder abnimmt: Wer mehr als fünf Mal pro Woche oder mehr als drei Stunden pro Tag trainierte, hatte eine schlechtere mentale Gesundheit als Studienteilnehmer, die komplett inaktiv waren.

Die Autoren glauben deshalb, dass Menschen, die extrem viel Sport treiben, eine Art Besessenheit entwickeln, die zu einem größeren Risiko von Depressionen und Angstzuständen führt.

Auch leichte körperliche Aktivitäten helfen

Trainieren bedeutet in diesem Fall nicht zwingend, Gewichte im Fitnessstudio zu stemmen oder einen Marathon zu laufen. Im Gegenteil: Die Untersuchung hat gezeigt, dass Hausarbeit und sogar Gärtnern das Depressionsrisiko bereits um 10 Prozent reduzieren.

Mannschaftssportarten wirken sich am positivsten auf die mentale Gesundheit aus: Depressionen und Traurigkeit werden bei regelmäßiger Ausführung um 22 Prozent reduziert, so das Ergebnis der Studie. Beim Radfahren waren es 21 Prozent, bei Jogging und Walking wurden die Depressionsraten bei den Teilnehmern um 19 bzw. 18 Prozent reduziert.

„Bewegung ist mit einer niedrigeren psychischen Belastung für Menschen verbunden, unabhängig von Alter, Rasse, Geschlecht, Haushaltseinkommen und Bildungsniveau“, so Dr. Adam Chekroud, Assistenzprofessor für Psychiatrie in Yale, in einer Pressemitteilung.

Er und sein Team wollen die neuen Erkenntnisse nun dazu verwenden, um Trainingsempfehlungen zu personalisieren und so Menschen dabei zu helfen, ihre psychische Gesundheit zu verbessern. 

 

Wie Albträume Depressionen beeinflussen, erfährst du im Video

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