17-jähriger Norweger stellt Laufwelt auf den Kopf

Ein Teenager stellt bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin die Laufwelt auf den Kopf. Der 17-jährige Jakob Ingebrigtsen hat nur einen Tag nach seinem Triumph über 1.500 m im Olympiastadion auch die 5.000 gewonnen.

Im Goldrausch war am Samstagabend auch Deutschland mit den Titeln im Weitsprung durch Malaika Mihambo und Hochsprung durch Mateusz Przybylko.

Gleich drei Ingebrigsten-Brüder waren nach Berlin gereist, am Samstag standen zwei auf dem Podest. Jakob gewann vor 60.500 Zuschauern in 13:17,06 Min. vor Henrik (13:18,75). Der nahm ihm das nicht übel. „Hauptsache, wir haben Gold gewonnen“, betont der 27-Jährige.

Der frühere 1.500-m-Spezialist Andreas Vojta kam in seinem ersten 5.000er bei einer internationalen Meisterschaft in der Saisonbestleistung von 13:42,75 und seiner zweitbesten Zeit auf dieser Distanz überhaupt an die 19. Stelle.

„Ich bin das gerannt, was ich kann. Ich bin mein Rennen gelaufen und habe mir gute Partner gesucht, die ich mit den deutschen Läufern gefunden habe. Ich war Vorletzter der Meldeliste, von der Platzierung her ist es deshalb okay. Nicht gut, nicht schlecht. Ich kann mit meinem Einstieg am 5.000er zufrieden sein“, so Vojta, der das Rennen von der Stimmung her gleich nach Olympia einstufte.

Vor Jakob Ingebrigtsen konnte er nur den Hut ziehen. „Das sind andere Dimensionen, selbst auf globalem Level, wenn ein 17-Jähriger die 1.500 und die 5.000 gewinnt. Da kann man sich nur verneigen.“

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