Türkei besorgt über Angriffe auf Moscheen in Deutschland

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ANKARA

Die Türkei ist besorgt über die jüngsten Scherzbombenangst und rassistischen Drohungen gegen das Hauptquartier und die Moscheen der Türkisch-Islamischen Union für religiöse Angelegenheiten (DITIB) in Deutschland.

In einer am Freitag veröffentlichten schriftlichen Erklärung teilte das türkische Außenministerium mit, dass solche Drohungen den Frieden der in Deutschland lebenden türkischen Gemeinschaft stören sollten.

Die Erklärung forderte die deutschen Behörden auf, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen.

Das Ministerium würdigte jedoch auch die raschen Bemühungen der lokalen deutschen Sicherheitsbehörden, Sicherheitsmaßnahmen gegen solche Angriffe zu ergreifen.

In der Erklärung wurde festgestellt, dass die Tendenz zu Islamfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit zunimmt, und dass diese Bedrohungen und Angriffe nicht nur für die Muslime, sondern für die gesamte Menschheit eine Bedrohung darstellen.

Auch Deutschlands größte Moschee in der Weststadt Köln hatte am Dienstag eine Scherzbombenandrohung erhalten.

“Wenn die Täter nicht vor Gericht gestellt werden und nicht zur Rechenschaft gezogen werden, ist es nicht möglich, solche Angriffe zu stoppen”, sagte Kazim Turkmen, Vorsitzender der DITIB, am Dienstag gegenüber der Agentur Anadolu.

Das Land erlebt in den letzten Jahren zunehmend Fälle von Islamophobie, die durch die Propaganda rechtsextremer Parteien ausgelöst wurden.

Mehr als 100 Moscheen und religiöse Einrichtungen wurden 2018 angegriffen.

Die Polizei hat im vergangenen Jahr 813 Hassverbrechen gegen Muslime verzeichnet, darunter Beleidigungen, Drohbriefe und körperliche Übergriffe. Bei diesen Angriffen wurden mindestens 54 Muslime verletzt.

Deutschland hat mit 81 Millionen Einwohnern nach Frankreich die zweitgrößte muslimische Bevölkerung in Westeuropa. Unter den fast 4,7 Millionen Muslimen des Landes sind 3 Millionen türkischer Herkunft.

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