Orhan Veli Kanik wird der zweithäufigste Dichter der Welt

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ANKARA

Ein Meisterwerk eines bekannten türkischen Dichters des 20. Jahrhunderts wurde laut einer in Berlin ansässigen mehrsprachigen Lyrikplattform zum am zweithäufigsten gelesenen Gedicht der Welt.

Orhan Veli Kanik zog mit seinem wegweisenden Gedicht „Anlatamiyorum“ die zweithäufigsten Lyrikline-Leser der Welt an.

Das meistgelesene Gedicht der Welt war Stufen, geschrieben von dem in Deutschland geborenen Dichter Hermann Hesse.

Jedes Jahr veröffentlicht Lyrikline auf den Berliner Lyrikfestspielen im Juni eine jährliche Statistik über Gedichte und Dichter.

Kanik wurde am 15. April 1914 in Istanbul geboren.

Er schrieb sich in ein Philosophieprogramm an der Universität Istanbul ein, brach jedoch seine Tätigkeit als Beamter und Übersetzer ab.

Mit dem Pseudonym Mehmet Ali Sel schrieb er Gedichte für sechs Literaturzeitschriften.

Kanik ist einer der Gründer einer Bewegung namens Garip, was "seltsam" bedeutet, und hatte einen großen Einfluss vor allem zwischen den Jahren 1945-1950 auf die türkischen Verse der republikanischen Ära.

Seine Garip-Bewegung gilt als Meilenstein in der türkischen Poesie, da er traditionelles Handwerk zugunsten einfacherer Verse ablegt.

Kanik starb am 14. November 1950 an einem Gehirnaneurysma, nachdem er in Ankara ein Mannloch hinuntergefallen war.

Die Übersetzung von Anlatamiyorum von der Lyrikline-Website lautet wie folgt:

ANLATAMIYORUM (ICH KANN NICHT ERKLÄREN)

Wenn ich weinen würde, könnten Sie das hören?

Meine Stimme in meinen Gedichten,

Könntest du meine Tränen berühren?

Mit deinen Händen?

Bevor ich diesem Kummer zum Opfer fiel,

Ich hätte nie gedacht, dass Songs so bezaubernd sind

Und so milde Worte.

Ich weiß, dass es einen Ort gibt

Wo man über alles reden kann;

Ich fühle mich diesem Ort nahe,

Trotzdem kann ich es nicht erklären

Laut der Website von Haus fur Poesie, die die Website betreibt, vereint Lyrikline den Text des Gedichts, die Stimme des Dichters, den Rhythmus und den Klang des Gedichts sowie Übersetzungen in andere Sprachen.

Die Plattform für zeitgenössische Lyrik bietet mehr als 1375 Dichter, 12.312 Gedichte, 84 Sprachen und 18.000 Übersetzungen.

Lyrikline wurde 1999 von der Literaturwerkstatt Berlin ins Leben gerufen und basiert seit 2003 auf internationaler Zusammenarbeit.

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