Ihr Name steht für Klasse

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Steffi Graf war die beste Tennisspielerin der Welt. Doch ihr größter Sieg ist es, nach dem Karriereende im Ansehen noch gewachsen zu sein. Ein Kommentar.

Wenn der deutsche Sport in zurückliegenden Jahren ein Gesicht hatte, dann ihres – Stefanie Maria „Steffi“ Graf.

Immer noch ist sie Rekordhalterin als Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, dazu hat sie 22 Grand-Slam-Turniere gewonnen. Doch ihr größter Sieg ist es, nach dem Ende ihrer Karriere vor 20 Jahren im Ansehen noch gewachsen zu sein.

Steffi Graf hat eine Größe erreicht, die sie unterscheidet von, nicht zuletzt, ihrem männlichen Pendant dieser Jahre, „Bum-Bum-Boris“. Während Boris Becker (inzwischen 51 Jahre alt) mit Vielem von sich reden macht, nur nicht mit viel Gutem, ist es bei ihr genau andersherum. Sie macht nicht viel von sich reden, aber wenn, dann ist es gut.

Die Ehe mit Andre Agassi, seit 2001, findet nicht in den Klatschspalten statt. Die beiden Kinder, inzwischen 17 und 15, werden nicht bei Events herumgereicht, Familie wird nicht zelebriert, sondern gelebt.

Einzig Steffi Grafs Heimatort, Las Vegas, mutet glamourös an. Aber dass sie in den Spielcasinos der Stadt zuhause wäre, ist nicht bekannt geworden.

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13.06.2019, 18:16 Uhr01:00 Min.Steffi Graf wird 50: Ihre größten Momente

Stattdessen hat sich Steffi Graf als Gründerin und Vorsitzende der wohltätigen Stiftung „Children for Tomorrow“, die sich um traumatisierte Kinder in aller Welt kümmert, einen Namen über vergangene Erfolge hinaus gemacht, und als Mitgründerin einer Kette von Sportklubs für Frauen. Auch in aller Welt.

Wie sie ihrem Sport treu bleibt, hat sich daran gezeigt, dass sie zwischendurch einmal die schwächelnde Angelique Kerber zum Training zu sich bat – unter der Voraussetzung, dass Kerber nicht darüber spricht.Steffi Graf: Ihr Name steht für Klasse. An diesem Freitag wird sie 50.

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