„Die wahre SPD“ will Linksruck verhindern

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Die SPD debattiert heftig über ihren Kurs. Eine Gruppe aus NRW um Michael Groschek mahnt nun, die SPD müsse „Volkspartei der linken Mitte“ bleiben.

Eine Initiative mit Nordrhein-Westfalens ehemaligem Bauminister Michael Groschek stellt sich unter dem Namen „Die wahre SPD“ gegen einen Linksruck bei den Sozialdemokraten. „Uns eint der Wille zu verhindern, dass auf dem nächsten Bundesparteitag nur über Linksaußen gestürmt wird“, sagte der frühere SPD-Landesvorsitzende „faz.net“. Nach Angaben Groscheks hätten sich unter anderem mehrere Bürgermeister, Geschäftsführer, ehemalige Wirtschaftsminister und Bundestagsabgeordnete angeschlossen, heißt es in dem Bericht.

„Die SPD muss sich darauf besinnen, dass sie die Volkspartei der linken Mitte ist“, sagte Groschek, der Mitglied im SPD-Bundesvorstand ist. Die SPD müsse immer für ökonomische Vernunft stehen. „Wir brauchen den wirtschaftlichen Erfolg, um die enormen Herausforderungen durch Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung finanzieren zu können.“ Die SPD müsse ihre industriepolitische Kompetenz zur Profilierung nutzen und keinesfalls die Grünen oder die Linkspartei imitieren.

Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ hatte zuerst über die Initiative berichtet. Dem WDR sagte Groschek, „Die wahre SPD“ sei vielleicht ein anmaßender Titel – aber es komme darauf an, „dass wir in den Mittelpunkt unserer Politik die Alltagssorgen der Menschen stellen“. Die SPD muss nach ihrem Europawahl-Debakel und dem Rücktritt Andrea Nahles’ als Partei- und Fraktionschefin eine neue Führungsspitze finden. (dpa)

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