Vor der Hitze abtauchen in den Freibdern in Ettenheim und Kippenheim


Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke – was macht man dann am besten? Richtig, rein ins khle Nass. Kaum vorzustellen, wie man diesen Sommer ohne Schwimmbad oder Badesee berstehen kann. Im Wasser konnte man sich sprichwrtlich von der Last des Schwitzens freischwimmen und abtauchen.

„Das war bisher ein echt geiler Sommer“, schwrmt Edgar Koslowski, Chef im Ettenheimer Carl-Hermann-Jger-Freibad. Ein Sommer, der vermutlich alle Rekorde bei der Besucherzahl brechen wird. Allein in der vergangenen Woche zhlten Koslowski und sein Kollege Emanuele Palladino 15.000 Besucher. „Auf diese Zahl kommen wir sonst vielleicht in einem Monat“, zeigt Koslowski ein Blick in die Statistik. Am 4. August, ein Samstag, trafen sich allein 2.700 Menschen zum Baden und Sonnenbaden im Ettenheimer Freibad, tags darauf noch einmal 2.600. „Das war das strkste Wochenende seit ich in Ettenheim bin,“ merkt Koslowski an.

Zahl der Besucher liegt schon jetzt deutlich ber der Gesamtbesucherzahl des Vorjahres

Mit aktuell 77.000 Badegsten in dieser Saison liegt die Zahl der Besucher schon jetzt deutlich ber der Gesamtbesucherzahl des Vorjahres. 2017 hatten 70.000 das Drehkreuz am Eingang bedient. Und noch hlt die Badesaison vier Wochen an. Koslowski: „Ich bin berzeugt, dass wir in diesem Jahr die 80.000er Marke knacken werden, 85.000 wren dann ein neuer Besucherrekord“. Noch mehr Besucher als im „Jahrhundertsommer 2003“. Allerdings: Im vergangenen Jahr hat der Besuch im August gegenber den Monaten zuvor stark geschwchelt.

Die hohe Besucherzahl in diesem Jahr wird auch den stdtischen Kmmerer freuen, denn sie entlastet sprbar den Stadtsckel. Auf rund 420.000 Euro wird der Saisonbetrieb des Ettenheimer Freibads kalkuliert. Im vergangenen Jahr splten Eintrittsgelder nur rund 115.000 Euro in die Kasse, etwa 300.000 Euro musste die Stadt zuschieen. Diese Bilanz drfte 2018 freundlicher ausfallen.

Rasenflchen leiden unter Sonne und Hitze

Der Badesommer hat aber auch seine Schattenseiten. Ein Sonnenbad auf sattem Grn war kaum mglich. „Die Rasenflchen haben unter der Sonne und Hitze schon gelitten. Die Farbe braun ist vorherrschend, auch deshalb, weil wir nur sehr sparsam bewssert haben, eigentlich nur im Pflanzenbereich am Eingang“, erklrt Koslowski. Wie fr alle Haushalte, so hie es auch im Freibad: Haushalten mit dem Trinkwasser.

Benjamin Bonk ist mit seiner ersten Saison im Kippenheimer Freibad zufrieden. „Es ist ein starker Sommer“, sagt der 21-Jhrige, der seit diesem Jahr Bademeister ist. Whrend der Hitzeperiode der vergangenen Wochen habe jeden Tag Hochbetrieb im Bad geherrscht. Langsam schwinden die Krfte bei ihm und seinem Kollegen Marco Lentin. Wie viele Besucher bislang ins Freibad gekommen sind, kann er nicht genau sagen. „Das wird vom Kioskbetreiber aufgezeichnet.“

Ernste Zwischenflle hat es laut Bonk nicht gegeben. „Einem Jungen hat die Sonne sehr zugesetzt. Er hatte Schttelfrost, wenn er ins Wasser ging. Ansonsten musste mein Kollege ein Baby auf den Bauch drehen, weil es viel Wasser verschluckt hatte“, berichtet Benjamin Bonk. Aus dem Wasser gezogen werden musste niemand.

Zu Beginn der Saison habe es kleinere Probleme auf dem Parkplatz gegeben. Bonk: „Einige Autofahrer stellten ihre Fahrzeuge so ab, dass die anderen nicht mehr rausfahren konnten. Wir haben dann eine Leine aufgestellt und jetzt funktioniert es.“ Wann das Kippenheimer Freibad schliet, stehe noch nicht fest. Bonk geht davon aus, dass seine erste Saison – abhngig vom Wetter – Anfang oder Mitte September endet.

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