Meldung: Schon wieder Vögel lebendig eingemauert: Ohne Hilfe wären diese Küken elendig verhungert

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Leipzig – Erst vor wenigen Tagen machte der NABU Leipzig einen Fall in Grünau publik. Nun musste die Wildvogelhilfe in Connewitz erneut tätig werden, um Haussperling-Nachwuchs vor dem sicheren Verhungern zu bewahren.

Mit einem Keil war der Nistplatz der Vögel verschlossen worden.
Mit einem Keil war der Nistplatz der Vögel verschlossen worden.

Aufmerksame Nachbarn hatten beobachtet, wie die Vogeleltern verzweifelt versucht hatten, ins Nest zu gelangen. Dieses war wohl durch einen Holzkeil verschlossen wurden, wie der NABU in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Die Anwohner kontaktierten den NABU, der wiederum die Wildvogelhilfe alarmierte. Die Bewohnerin der Dachgeschosswohnung ließ den Vogelexperten hinein, der die bereits lautstark bettelnden Jungvögel aus der misslichen Lage befreien konnte.

Im vorausgegangenen Fall hatte der Naturschutzbund Leipzig acht mit einer klebrigen Substanz verschlossene Löcher in einem Wohnhaus in Leipzig-Grünau entdeckt. (TAG24 berichtete)

Mithilfe der Feuerwehr öffneten sie die Nistplätze – für die Jungvögel kam die Hilfe allerdings zu spät. In solchen Fällen verhungern die Küken oder sterben an Unterkühlung.

Da die Anwohner des Hauses die Wohnungsgenossenschaft vor dem Bau über die Brutstätten informiert hatte, liegt nach Ansicht des NABU eine Straftat vor – hinter der Vorgehensweise läge die klare Absicht, die Vögel zu vertreiben oder zu töten. Deshalb hatten die Umweltschützer Strafanzeige gegen die Wohnungsgenossenschaft gestellt.

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