Meldung: RB Leipzigs Ultras gehen auf die Barrikaden: “Unlautere Mittel” & “zutiefst kriminell”

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Leipzig – Die geplante Kooperation der beiden Bundesliga-Vereine RB Leipzig und SC Paderborn sorgt weiter für viel Kritik. Nachdem sich der Aufsteiger zu einer deutlicheren Erläuterung der Zusammenarbeit genötigt sah und die SCP-Fans auf die Barrikaden gingen, hat sich nun auch eine Ultra-Gruppierung der Sachsen negativ zu Wort gemeldet.

Unterschrieb einen Vertrag bis 2022 bei RB Leipzig: der neue Sportdirektor Markus Krösche (38).
Unterschrieb einen Vertrag bis 2022 bei RB Leipzig: der neue Sportdirektor Markus Krösche (38).

Die angekündigte Kooperation müsse “sofort gestoppt werden”, da sonst “die tiefe Spaltung des Vereins und ein kaum wieder zu korrigierender gravierender Imageverlust” drohe, hieß es in einem offenen Brief an die Paderborner Geschäftsführung.

Nun zogen auch die Leipziger Anhänger der Ultra-Gruppierung “Red Aces” nach. Eine laut Paderborn rein sportliche und nicht wirtschaftliche Zusammenarbeit stelle einen “neuen Höhepunkt in Sachen Wettbewerbsverzerrung dar. Transfergeschäfte werden nicht nur vereinfacht, sondern die Vereine entheben sich dem Konkurrenzkampf”, heißt es in einer Mitteilung.

Dass neben dem Wechsel von Markus Krösche (38) als Sportdirektor nach Leipzig beide Vereine fortan auch in derselben Liga auflaufen, setzte dem ganzen “die sprichwörtliche Krone auf”.

Weiter wird kritisiert, dass versucht werde, den Champions-League-Teilnehmer “mit unlauteren Mitteln, die immer mehr außerhalb jeder Moral stehen, an die Spitze zu bringen.” Auch der Kauf des brasilianischen Zweitligisten CA Bragantino seitens des österreichischen Brauseriesen sei “zutiefst kriminell”.

Eine Stellungnahme der "Red Aces" wurde zum offenen Schlagabtausch mit der Vereins- und Konzernführung.
Eine Stellungnahme der “Red Aces” wurde zum offenen Schlagabtausch mit der Vereins- und Konzernführung.

Die “Red Aces” wollen nach eigenen Angaben nicht mit der sportlichen Führung über Transfers diskutieren, jedoch genau hinschauen, “wie Transfers zu Stande kommen und wie das Prozedere dahinter aussieht.” Den Gang der Paderborner Fanszene an die Öffentlichkeit könne man verstehen.

Die Idee der Kooperation zwischen Paderborn und Leipzig habe sich in den Verhandlungen eines Wechsels von Markus Krösche an den Cottaweg ergeben.

“Inhaltlich zielt die Kooperation auf einen gegenseitigen Austausch über sportliche Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Ausbildung von Spielern und der Fortbildung von Trainern ab. Dadurch soll es zu einem Know-How-Transfer in beide Richtungen kommen, der letztlich beiden Klubs hilft”, schrieb der Verein in einer ausführlicheren Stellungnahme.

Man stehe “natürlich in sportlicher Konkurrenz im Ligaspielbetrieb” und der Austausch von Know-How zwischen Erstligaclubs sei “völlig üblich. […] Die Integrität des Wettbewerbes und die Rivalität in der Liga wird davon in keinster Weise beeinträchtigt.”

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