Meldung: Männer klauten kiloweise Kupferkabel und richteten riesigen Schaden an

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Dresden – Diese beiden Herren waren der Schrecken der Deutschen Bahn: Satte 48-mal rückten Maik K. (36) und Christian E. (38) aus, um Kupfer von den Bahnstrecken im Dreieck Torgau – Großenhain – Senftenberg zu klauen. Dabei hatten die beiden nicht viel von der kriminellen Schwerstarbeit.

Christian E. (38) klaute Hunderte Meter Kupferkabel.
Christian E. (38) klaute Hunderte Meter Kupferkabel.

Genau 388.149,11 Euro Schaden hinterließ das Duo bei seinen Diebeszügen zwischen Sommer 2011 und Anfang 2012. Dabei hatte das geklaute Kupfer nur einen Wert von rund 27.000 Euro. Doch selbst davon bekamen die beiden nicht viel ab.

Sowohl Maik als auch Christian geben an, dass Kordula R. (58) Chefin der Bande gewesen sein soll, sie sich um den Verkauf gekümmert und auch das Geld kassiert habe. Allerdings war Kordula am Mittwoch verhandlungsunfähig, weshalb sich nur die Handlanger auf der Anklagebank wiederfanden.

“Ich bin 2010 obdachlos geworden”, sagt Maik K. “Über einen Freund habe ich die Kordula kennengelernt, ich durfte bei ihr wohnen, bekam Essen und Tabak.”

Für Tabak und Essen stahl Maik K. (36) an Zugstrecken massenweise Kupfer.
Für Tabak und Essen stahl Maik K. (36) an Zugstrecken massenweise Kupfer.

Dafür musste er allerdings Kabel klauen. “Sie drohte mir Dresche von ihrer Familie an, wenn ich nicht mitmache”, so der gelernte Maurer.

Auch Christian E. klaute für Kost und Logis. “Ich war bei ihr abgetaucht”, sagt er. “Gegen mich lag zu dem Zeitpunkt ein Haftbefehl vor.” Maik wurde dafür am Mittwoch zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung, Christian zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.

Zudem müssen sie fortan den Schaden abstottern.

Ki­lo­wei­se Ka­bel ver­schwan­den zwi­schen 2011 und 2012 im Drei­eck Tor­gau - Gro­ßen­hain - Senf­ten­berg.
Ki­lo­wei­se Ka­bel ver­schwan­den zwi­schen 2011 und 2012 im Drei­eck Tor­gau – Gro­ßen­hain – Senf­ten­berg.
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