Meldung: Dicke Schaufensterpuppen von Nike lösen Shitstorm aus

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London – Nike hat in einem Store in London Schaufensterpuppen in Übergröße aufgestellt – und wird dafür einerseits bejubelt und andererseits heftig kritisiert.

Menschen wie die Instagramerin bodyposipanda setzen sich für "Body Positivity" ein.
Menschen wie die Instagramerin bodyposipanda setzen sich für “Body Positivity” ein.

Nike hat nun in einer Londoner-Filiale mollige Schaufensterpuppen aufgestellt. Das Unternehmen habe sich dazu entschlossen, “um Diversität und Inklusivität im Sport zu feiern”, zitiert stern.de.

Doch die Journalistin Tanya Gold sieht das mehr als kritisch:

“Das neue Mannequin ist fettleibig, und sie macht sich nicht startklar für einen Lauf in ihren glänzenden Nike-Klamotten. Sie kann nicht laufen. Sie ist eher kurz vor einem Diabetes und auf dem Weg zu einer Hüftprothese” schreibt Gold in dem Artikel für The Telegraph mit dem Titel “Fettleibige Mannequins verkaufen ein gefährliches Leben”. Sie warnt davor, dass Fettleibigkeit nun salonfähig wird.

Insbesondere auf Twitter sorgten diese Äußerungen für heftige Kritik an der Journalistin, die sogar üble Beleidigungen kassierte.

Viele befürworten den Vorstoß von Nike.

Schließlich brauchen nicht nur sportliche, schlanke Menschen die passenden Sportklamotten, sondern auch die, die es mal werden wollen. Bei Twitter schreibt jemand: “Ich mache an sechs Tagen die Woche ein Workout. Ich bin fett. Ich trage Workout-Kleidung, während ich das Workout mache. Die Welt verändert sich. Halt die Klappe”. Dickeren Menschen gleich zu unterstellen, krank zu sein und unsportlich, würde den herrschenden Magerwahn und das Mobbing von molligen Menschen fördern – also “Bodyshaming”.

Bodyshaming ist ein Begriff, der beschreibt, dass Menschen sich für ihren Körper schämen. Mit dem Thema beschäftigen sich inbesondere im Bereich Social Media eine Menge Leute. Viele Youtube- und Instagram-Stars reden darüber, welch hohem Druck sie durch Social Media und die Kommentare ihrer Follower ausgesetzt sind und rufen gleichzeitig dazu auf, sich nicht für ihren Körper zu schämen.

Die “Body-Positivity“-Bewegung, die dem gegenübersteht, soll Frauen und Männer stärken, ihren Körper so zu lieben, wie er ist – egal, ob dick oder dünn. Dafür setzen sich viele ein wie zum Beispiel Instagramerin bodyposipanda. Ob Nike bei den sogenannten Plus-Size-Puppen bleibt und andere Unternehmen mitziehen?

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