Meldung: “Das ist keine richtige Moschee”: Steine-Werfer von Cotta verurteilt

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Dresden – Nur acht Tage nach den Steinwürfen auf die “Fatih Camiine”-Moschee in Dresden Cotta ist der Werfer verurteilt: Fünf Monate auf Bewährung bekam Hosni S. (30) für den Angriff auf das Gotteshaus und einen Döner-Imbiss (TAG24 berichtete). Über sein Tatmotiv scheiden sich jedoch die Geister.

Hosni S. (30) bekam eine Bewährungsstrafe.
Hosni S. (30) bekam eine Bewährungsstrafe.

Der Tunesier versuchte gar nicht erst sich herauszureden: “Das ist alles richtig”, sagte er zur Anklageschrift, zeigte dabei keine Spur von Reue: “Das ist keine richtige Moschee”, begründet er. “

Eher eine Kirche.” Die Moschee anzugreifen sei ein Befehl Allahs gewesen. Außerdem wären ihm dort Suren aus dem Koran falsch erklärt wurden.

Noch am selben Tag attackierte er kurz darauf einen Döner-Imbiss, die Steine verfehlten einen Verkäufer dort nur knapp.

Hier meinte der Angeklagte, dass das Essen nicht gut wäre und er das den Leuten angesehen habe. Auffällig: Beide Attacken richteten sich gegen türkische Einrichtungen.

Darüberhinaus kam einer Ermittlerin des Landeskriminalamts der Angeklagte trotz der wirren Begründung nicht krank vor: “Ich hatte das Gefühl, dass er genau weiß, was er sagt”, so die Polizeihauptmeisterin.

“Die Tat war religiös unterlegt und es ist von Ausländerfeindlichkeit auszugehen”, sagte der Staatsanwalt. “Weil er sich gezielt gegen Türken wendet.” Da Hosni die Tat auch nicht bereue, könne er keine positive Sozialprognose stellen. Daher sollte es fünf Monate und zwei Wochen Haft ohne Bewährung geben.

Steine wurden nicht nur auf eine Moschee, sondern auch auf einen Dönerladen geworfen.
Steine wurden nicht nur auf eine Moschee, sondern auch auf einen Dönerladen geworfen.

Soweit ging die Richterin jedoch nicht: “Ich glaube nicht, dass es politisch motivierte Tat war”, begründete sie ihr Urteil von fünf Monaten auf Bewährung.

Außerdem rechnete sie dem abgelehnten Asylbewerber an, dass er bisher noch keine Vorstrafen hatte, alles ohne Umschweife gestanden hatte und nun schon bis zum Prozess bereits im Gefängnis gesessen hat.

Sowohl der Angeklagte, als auch der Staatsanwalt erkannten das Urteil an, damit wurde es rechtskräftig und Hosni konnte wieder freigelassen werden.

“Wenn ihnen aber nochmal Stimmen befehlen Steine zu werfen”, warnte die Richterin. “Dann kommen sie ins Gefängnis.”

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