Idyllisch, aber gefhrlich: Warum in manchen Seen Badeverbot herrscht


Deshalb ist etwa in den Baggerseen Steinenstadt und Griheim das Baden verboten. Hinweisschilder machen das deutlich. „Man muss sich das wie im Sandkasten vorstellen“, erklrt Holger Nowack, der fr Arbeitssicherheit bei der Firma Strohmaier, die in Griheim bei Neuenburg grbt, zustndig ist. „Grbt man ein Loch, rutscht der Sand von der Seite nach.“ So seien schon ganze Uferbereiche abgebrochen. Auch die Strmungen seien fr Schwimmer gefhrlich. Ganz zu schweigen von den Gerten, auf denen Badegste auch mal herumturnen. „Im Wasser sind spitze Gegenstnde, die man gar nicht sieht.“ Im See in Steinenstadt wird zwar kein Kies abgebaut, aber die Gefahr bestehe trotzdem weiter. Die Firma knne vom Hausrecht Gebrauch machen und die Leute wegschicken.

Auch fr den Baggersee Zienken gilt, wie die Stadt Neuenburg auf Anfrage mitteilt, ein generelles Badeverbot. Der Gemeindevollzugsdienst geht an allen Baggerseen auch gegen Autofahrer vor, die auf Radwegen und entlang der L 134 parken.

Auch am Niederrimsinger Baggersee und am Kieswerk Bremgarten gilt: Baden verboten. „Die Gefahren sind nicht erkennbar – darin besteht die Gefahr von Baggerseen“, erklrt ein Sprecher der Firma Hermann Peter KG, die das Gebiet gepachtet hat.

Nach einer Wanderung am Feldberg dann noch zum Erfrischen in den Feldsee zu springen, klingt verlockend. Aber auch das ist verboten. Weil der See in einem Naturschutzgebiet liege, erklrt Sascha Gampp, Hauptamtsleiter von Feldberg. „Und im See wchst das geschtzte Brachsenkraut.“ Wer im See schwimme, mache diese Pflanze kaputt, erklrt Gampp. Deshalb wird mit Hinweisschildern auf das Badeverbot hingewiesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares