Wissenschaftler lüften Geheimnisse der Falken-DNA

Forscher der University of Kent haben bedeutende Fortschritte beim Verständnis des Genoms und damit der Biologie von Falken gemacht.

Eine Studie eines Teams unter der Leitung von Professor Darren Griffin an der School of Biosciences der Universität schuf chromosomale Versammlungen und verglich drei ikonische Arten, den Wanderfalken-, Saker- und Gyrfalken.

Viele Falken gelten als gefährdet und zeichnen sich durch unglaubliches Sehvermögen, Beschleunigungsgeschwindigkeiten und Jagdfähigkeiten aus. Die Erforschung ihrer Genome hilft, eine Vielzahl von Aspekten der Falkenbiologie zu verstehen, einschließlich Morphologie, Ökologie und Physiologie, und ist für die Erhaltung unerlässlich.

Darüber hinaus ermöglicht die Ganzgenomsequenzierung ein Verständnis dafür, wie sich das Genom auf physikalische Eigenschaften bezieht, z.B. Wachstum, Entwicklung, Erhaltung und Krankheitsresistenz.

Dabei konzentrierten sich die Forscher speziell auf die Gesamtorganisation des Genoms, ausgedrückt als Anordnung von Chromosomen. Das ultimative Ziel jeder Genomsequenzierung ist es, alle oder die meisten Gene den entsprechenden Chromosomen zuzuordnen, wobei jedes Gen oder jeder Marker im Wesentlichen der Reihe nach eine genomische Karte erstellt.

Eine solche Karte des Genoms in Bezug auf die Chromosomen (eine so genannte „Chromosomen-Level Assembly“) kann die genomische Selektion in Zuchtregimes unterstützen und erlaubt auch Vergleiche zwischen Arten. Dennoch hatten viele Tiere – obwohl ihr Genom sequenziert war – erst vor kurzem eine Genomanordnung auf Chromosomenebene, und das galt auch für Falken.

Das Papier mit dem Titel Chromosom Level Genom Assembly and Comparative Genomics between three falcon species zeigt ein Muster der Genomorganisation, das für Vögel nicht typisch ist (Joseph S., O’Connor R.E., Al-Mutery A., Watson M., Larkin D.M. und Griffin, D.K.), wird in der Zeitschrift Diversity veröffentlicht.

Mehr Informationen:
Sunitha Joseph et al, Chromosom Level Genome Assembly and Comparative Genomics between Three Falcon Species enthüllt ein ungewöhnliches Muster der Genomorganisation, Diversity (2018). DOI: 10.3390/d10040113

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