Wichtige Korridore der Seidenstraße waren bereits vor 4.000 Jahren die Heimat von Hochgebirgshirten.

Wichtige Korridore der Seidenstraße in Zentralasien waren bereits vor mehr als 4.000 Jahren die Heimat von Hochgebirgshirten, sagen Experten.

Alte Hirten, die in den Bergen lebten, halfen, kulturelle und biologische Verbindungen in der Region aufzubauen, und zwar Jahrtausende vor Beginn der Seidenstraße.

Wissenschaftler machten die Entdeckung, indem sie sich alte Proteine und DNA ansahen, die aus winzigen Stücken tierischen Knochens gewonnen wurden.

Die Seidenstraße ist ein komplexes System von Handelsrouten, das Ost- und Westeurasien durch ihr trockenes kontinentales Innere verbindet.

Der Name leitet sich von dem lukrativen Handel mit Seide ab, der auf allen Kontinenten ab etwa 200 v. Chr. stattfand.

In vielen der wichtigsten Kanäle der Seidenstraße selbst, darunter das Alay Valley in Kirgisistan, ist jedoch nur sehr wenig über die frühen Menschen bekannt, die dort in der Zeit vor der Ära der Seidenstraße lebten.

Archäologen am Max-Planck-Institut und an der Russischen Akademie der Wissenschaften fanden heraus, dass Menschen schon vor 4.000 Jahren Haustiere wie Rinder, Schafe und Ziegen über die Hochgebirgskorridore schleppten.

Forscher identifizierten eine Reihe von noch nie dagewesenen Siedlungsplätzen entlang der Berghänge, die die südliche Grenze Kirgisistans zu Tadschikistan bilden.

Testausgrabungen und Untersuchungen an diesen Stätten ergaben archäologische Tierknochen, die Aufschluss darüber geben, wie Menschen die Alay-Region in der Vergangenheit genutzt haben, so die in Plos One veröffentlichte Studie.

Als die Forscher die gefundenen Knochen analysierten, waren sie so klein und schwer gebrochen, dass sie ihre Größe und Form nicht mehr entschlüsseln konnten.

Das bedeutete, dass sie nicht feststellen konnten, welcher Art sie ursprünglich angehörten.

Wir wurden vernichtet“, sagte die leitende Forscherin Dr. Svetlana Shnaider vom Max-Planck-Institut.

„So nah dran zu sein, die frühe Wirtschaft eines der wichtigsten Kanäle der Seidenstraße zu verstehen – und mit leeren Händen aufzutauchen – war unglaublich entmutigend.

Die Forscher wandten dann jedoch eine Technik an, die als Zooarchäologie durch Massenspektrometrie oder ZooMS bekannt ist.

Bei diesem Verfahren werden mittels laserbasierter Massenspektrometrie die Peptidbausteine identifiziert, aus denen sich Kollagen im Knochen selbst zusammensetzt.

Peptide unterscheiden sich von Tiertaxa zu Tiertaxa und produzieren einzigartige „Fingerabdrücke“.

Mit diesen Fingerabdrücken können ansonsten nicht erkennbare Knochenstücke identifiziert werden.

Mit dieser Technik entdeckten die Forscher, dass die Menschen im Alay-Tal bereits vor mindestens 4300 Jahren begannen, Schafe, Ziegen und Rinder zu hüten.

Durch die Kombination ihrer Arbeit mit der alten DNA-Forschung an der französischen Universität Toulouse fanden sie auch heraus, dass in späteren Jahrhunderten, als der Handel mit der Seidenstraße in der gesamten Region florierte.

Man sagt, dass Transporttiere wie Hauspferde und baktrische Kamele in Alay immer wichtiger wurden.

Diese Forschung ist besonders spannend, da sie eine Vielzahl von Möglichkeiten für die archäologische Forschung über das Hochgebirge Innerasiens bietet.

Diese Studie zeigt uns, dass biomolekulare Methoden wie ZooMS und alte DNA die fragmentierten Knochenberge, die für Archäologen fast wertlos waren, mitnehmen können“, sagt der leitende Forscher Dr. William Taylor vom Max-Planck-Institut.

Er sagt, es eröffnet eine ganz neue Welt der Einblicke in die menschliche Geschichte in Zentralasien.

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