Watchdog genehmigt wegweisende australische Medienfusion

Eine bahnbrechende Fusion zwischen dem australischen Sender Nine Entertainment und der traditionsreichen Zeitungsgruppe Fairfax erhielt am Donnerstag die behördliche Genehmigung und ebnete den Weg für die Schaffung eines Medienriesen für Fernsehen, Print, Videostreaming und Digital.

Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission teilte mit, dass die im Juli angekündigte Transaktion „den Wettbewerb in keinem Markt wesentlich einschränken dürfte“.

Die ACCC räumte ein, dass die Fusion nur vier große Medienunternehmen „intensiv auf australische Nachrichten fokussieren“ würde, aber sie sagte, dass das Aufkommen des Internets viele Online-Nachrichtenspieler dazu gebracht habe, „ein gewisses Maß an Wettbewerbsbeschränkung zu schaffen“.

Die Fusion von Nine-Fairfax war die erste Transaktion im Rahmen eines im vergangenen Jahr verabschiedeten umstrittenen Medieneigentumsgesetzes, mit dem Beschränkungen aufgehoben wurden, die Unternehmen daran hinderten, Zeitungen, Radio- und Free-TV-Sender in derselben Stadt zu besitzen.

Die wichtigsten Marktteilnehmer hatten lange Zeit auf die Änderung gedrängt und argumentiert, dass die Regeln veraltet seien und nicht auf digitale Medienplattformen und neue Akteure wie Google und Facebook zurückzuführen seien, die den Löwenanteil der Werbeeinnahmen im Mediensektor abgespalten hätten.

Die ACCC-Entscheidung öffnet die Tür für eine weitere Konsolidierung des australischen Medienmarktes, der bereits von einer kleinen Gruppe von Sendern und Rupert Murdochs News Corporation dominiert wird.

News Corp, die größte Zeitungsgruppe des Landes, hat bereits damit begonnen, plattformübergreifende Verträge mit Free-to-Air-Fernsehunternehmen zu entwickeln, und viele Analysten glauben, dass sie wiederum mit Seven West fusionieren könnten, das das beliebteste Fernsehprogramm des Landes betreibt.

Der Nine-Fairfax-Vertrag, bei dem Nine der dominante Partner ist, umfasst das frei empfangbare Fernsehprogramm von Nine, die Radiointeressen und Mastspitzen von Fairfax – darunter The Sydney Morning Herald und The Age in Melbourne – sowie eine Reihe von digitalen Assets, darunter das hochprofitable Online-Immobilienportal Domain.

Das neue Unternehmen wird den Namen Nine tragen, wobei Fairfax aufhört zu existieren und den Vorhang für eine Marke öffnet, die seit mehr als 170 Jahren ein australisches Grundnahrungsmittel ist.

Wie Nachrichtenorganisationen weltweit baut Fairfax seit Jahren Arbeitsplätze ab, und die Übernahme durch Nine hat Befürchtungen vor weiteren redaktionellen Kürzungen geweckt. Neun haben bereits signalisiert, dass sie versuchen werden, den Fairfax-Stall der ländlichen und regionalen Zeitungen zu verkaufen.

Die Neun Übernahmen müssen noch von den Fairfax-Aktionären auf einer Sitzung am 19. November genehmigt werden.

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