Treibhausgase beeinflussen das menschliche Leben auf 467 verschiedene Arten.

Der Klimawandel wird uns eher dazu bringen, das Bett zu befeuchten und eine Plage von Zecken, Schlangen und Wühlmäusen auszulösen, so die Forschungsergebnisse.

Ein Anstieg der durch die globale Erwärmung verursachten „verheerenden“ Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und anderen Wetterereignisse wird die Natur auf eine Reihe von bizarren Wegen beeinflussen, zeigt die Studie.

Mit zunehmenden Emissionen ist die Gesellschaft einer viel größeren Bedrohung durch den Klimawandel ausgesetzt als bisher angenommen, sagte das Team der University of Hawaii in Manoa.

Sie analysierten Tausende von wissenschaftlichen Arbeiten zum Klimawandel und deckten 467 verschiedene Arten auf, wie Treibhausgase das Leben auf der Erde beeinflussen.

Dazu gehört eine Zunahme von Überschwemmungen, Dürren, Waldbränden und Hurrikanen, die vom Team projektiert werden, um sowohl reiche als auch arme Gemeinden zu treffen.

Zu den seltsamsten Effekten gehörten Veränderungen im Verhalten der Tiere, darunter Zecken, Schnecken und Schlangen.

Steigende Temperaturen werden wahrscheinlich die Verteilung der Schnecken in China verändern und sie in Regionen bringen, die bisher zu kalt für sie waren.

Schlangen und Zecken sind ebenfalls stark von den Temperaturen der Atmosphäre betroffen, und Länder mit einer geringen Anzahl von Lebewesen könnten bis 2100 einen Anstieg verzeichnen.

In Schweden wurde 2007 eine Invasion von Wühlmäusen auf eine verminderte Schneedecke nach einem ungewöhnlich warmen Winter zurückgeführt – ähnliche Plagen könnten häufiger auftreten.

Das Team hinter der neuen Studie sagte, dass wärmere Temperaturen auch dazu führen können, dass Menschen das Bett mehr benetzen.

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass schwangere Frauen, die starken Überschwemmungen ausgesetzt waren, Kinder zur Welt brachten, die das Bett mehr benetzten und aggressiv gegenüber anderen Kindern waren.

Die zunehmende Belastung durch die Vielzahl von Klimagefahren wird sowohl reiche als auch arme Länder betreffen – vor allem in tropischen Küstengebieten.

Im Jahr 2100 wird erwartet, dass New York bis zu vier Klimagefahren ausgesetzt sein wird, wenn die Treibhausgasemissionen nicht gemildert werden.

Sydney und Los Angeles werden drei gleichzeitige Klimagefahren ausgesetzt sein, Mexiko-Stadt vier und die Atlantikküste Brasiliens fünf.

Die Studie wurde von 23 Wissenschaftlern mitverfasst, darunter mehrere, die dem Intergovernmental Panel on Climate Change angehören, und sie haben eine interaktive Karte der Bedrohungen veröffentlicht.

So ist beispielsweise das Vereinigte Königreich bis 2095 mit zunehmender Erwärmung, Niederschlägen und Dürren konfrontiert, während es gleichzeitig ein Defizit an Süßwasser zu verzeichnen hat.

Das Papier kommt zu dem Schluss, dass unsere Analyse insgesamt zeigt, dass der anhaltende Klimawandel eine erhöhte Bedrohung für die Menschheit darstellen wird, die sich erheblich verschärfen wird, wenn die Treibhausgasemissionen nicht erheblich und rechtzeitig reduziert werden.

Der führende Autor, Professor Camilo Mora, sagte: „Die Treibhausgasemissionen stellen eine große Bedrohung für die Menschheit dar, indem sie gleichzeitig viele Gefahren verstärken, die sich in der Vergangenheit als schädlich erwiesen haben.

Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass bis 2100 die Zahl der gleichzeitig auftretenden Gefahren zunehmen wird, was es für die Menschen noch schwieriger macht, damit umzugehen.

Die Kollision der kumulativen Klimagefahren ist nicht etwas am Horizont, sie ist bereits hier.

Letztes Jahr zum Beispiel verzeichnete Florida extreme Dürren, Rekordhöhen, über 100 Waldbrände und den stärksten jemals registrierten Hurrikan in seinem Panhandle: Der Hurrikan Michael der Kategorie 4.

Ebenso erlebt Kalifornien derzeit heftige wilde Brände und eine der längsten Dürren sowie extreme Hitzewellen im vergangenen Sommer.

Dawn Wright, ESRI-Chefwissenschaftlerin, sagte: „Die Studie ist ein überzeugender Überblick darüber, wie der Klimawandel buchstäblich die Linien auf der Karte neu zeichnet und die Gefahren, denen unsere Welt auf allen Ebenen ausgesetzt ist, deutlich macht.

Die Karten und Daten zeigen, wie viel Gefahr die Menschheit wirklich hat und wie wichtig sofortiges Handeln ist“, sagte er.

Der Co-Autor Professor Jonathan Patz vom Global Health Institute der University of Wisconsin sagte: „Unsere Gesundheit hängt von mehreren Faktoren ab, von sauberer Luft und Wasser bis hin zu sicheren Lebensmitteln und Unterkünften und mehr.

Ohne einen echten Systemansatz für die Auswirkungen des Klimawandels können wir also die vollen Risiken nicht ausreichend verstehen.

Wenn wir nur die direktesten Bedrohungen durch den Klimawandel betrachten, wie z.B. Hitzewellen oder schwere Stürme, werden wir zwangsläufig von noch größeren Bedrohungen geblendet, die in Kombination noch größere gesellschaftliche Auswirkungen haben können.

Co-Autor Assistant Professor Daniele Spirandelli von der University of Hawaii sagte: „Die Beweise für die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschheit sind reichlich vorhanden, laut und deutlich.

Die offene Frage ist eindeutig: Wie viele Weckrufe braucht es, um aufzuwachen?

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