Studie legt nahe, dass erste Erfolge in renommierten Institutionen der Schlüssel zu lebenslanger künstlerischer Leistung sind.

Ein internationales Forscherteam hat festgestellt, dass die frühzeitige Exposition bestimmter Kunstinstitutionen ein wichtiger Faktor für den lebenslangen Erfolg als Künstler ist. In ihrem in der Zeitschrift Science veröffentlichten Beitrag beschreibt die Gruppe ihre Studie über die künstlerische Laufbahn über einen Zeitraum von 40 Jahren und die wichtigsten Faktoren, die zu Erfolg und Misserfolg beigetragen haben.

Den Wert eines Kunstwerks zu beurteilen, ist schwierig, wie die Forscher feststellen. Sie betonen die Schwierigkeit, indem sie darauf hinweisen, dass ein Gemälde namens „Der Mann mit dem goldenen Helm“ von Rembrandt einst der Stolz der Berliner war – bis Experten feststellten, dass es eigentlich nicht von Rembrandt gemalt wurde. Plötzlich verlor es den größten Teil seines Wertes, obwohl sich das Bild nicht verändert hatte. Der Grund: Geschichte und Kontext. Für viele ist der Wert der Kunst mehr als nur der Wert eines einzelnen Stückes – es geht um ein Werk von Individuen, denen man glaubt, dass sie Talent haben. Und es könnte auch ein wenig mit Glück und Zugang zu tun haben. In diesem neuen Projekt untersuchten die Forscher die Karrieren von 31.794 Künstlern, die gut genug waren, um in den Jahren 1950 bis 1990 mindestens 10 Ausstellungen ihrer Werke zu haben, und verglichen, wie sie sich gegeneinander behaupten.

Die Forscher wussten, dass der Zugang zu renommierten Institutionen wie dem New Yorker Museum of Modern Art oder dem Guggenheim einen Einfluss auf die Karriere eines Künstlers haben könnte. Um zu sehen, ob dies der Fall sein könnte, untersuchten sie die Erfolgsraten von Künstlern (mit der App Magnus), die es schafften, Ausstellungen innerhalb des exklusiven Netzwerks renommierter Institutionen zu bewerten, und die Auswirkungen auf ihre Karriere.

Die Forscher fanden heraus, dass erste Erfolge mit renommierten Institutionen eine große Bereicherung für eine künstlerische Karriere darstellen. Die Künstler, denen es zu Beginn ihrer Karriere gelungen ist, mehrere Auftritte innerhalb des renommierten Netzwerks zu organisieren, werden mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit später im Leben weiter ausstellen. Im Gegensatz dazu hatten diejenigen, die bei ihren ersten Auftritten keinen Fuß in das prestigeträchtige Netzwerk gesetzt haben, tendenziell viel weniger prestigeträchtige Karrieren – und viele von ihnen sind ganz aus der Szene ausgeschieden.

Die Forscher schlagen vor, dass es für die Kunstwelt an der Zeit sein könnte, ein blindes Lotteriesystem einzurichten, wenn es darum geht, welche Stücke ausgestellt werden sollen, und zwingen die Teilnehmer, die Arbeit allein nach Leistung zu beurteilen.

Teilen Ist Liebe! ❤❤❤ 3 shares ❤❤❤

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares