Sicherung von IoT-Verbindungen durch Edge Computing

Eine neue rekonfigurierbare Sicherheitslösung übertrifft die derzeit verfügbaren, wenn es darum geht, Geräte und Daten des Internet der Dinge (IoT) durch die Nutzung von Edge Computing zu schützen.

Eine neue Sicherheitslösung zum Schutz der Daten zwischen Internet of Things (IoT)-Geräten wurde von einem Forscherteam aus Korea, Taiwan und Singapur entwickelt, wie eine in der Zeitschrift IEEE Network veröffentlichte Studie zeigt.

Das Team, zu dem auch der Informationssicherheitsexperte Dr. Jemin Lee vom Daegu Gyeongbuk Institute of Science and Technology (DGIST) gehört, entwickelte ein „reconfigurable security framework for IoT (ReSIoT)“. ReSIoT meistert viele der Sicherheitsherausforderungen, mit denen IoT-Geräte heute konfrontiert sind, darunter hohe Rechenkosten, geringe Flexibilität bei der Verwaltung von Sicherheitsschlüsseln und geringe Kompatibilität bei der Implementierung neuer Sicherheitsalgorithmen.

Das Internet der Dinge umfasst eine breite Palette von Geräten, die mit dem Internet verbunden sind und auch miteinander kommunizieren können. In Haushalten werden zunehmend Geräte eingesetzt, die von einer Smartphone-App, einem Web- oder Sprachdienst, von Sicherheitskameras oder Babyfonen bis hin zu Soundsystemen, Beleuchtung und Thermostaten fernbedient werden können.

Sicherheitssysteme für das Internet der Dinge müssen eine Vielzahl von Gerätetypen und Kommunikationsstandards unterstützen. Geräte müssen kostengünstig sein, so dass sie im Allgemeinen ressourcenbeschränkt sind, aber dennoch fortschrittliche kryptografische Algorithmen zum Schutz der von ihnen verarbeiteten und gespeicherten Passwörter und Daten durchführen müssen.

ReSIoT verwendet ein Konzept namens Edge Computing, das es ermöglicht, die von IoT-Geräten erzeugten Daten auf einem Gerät näher am Benutzer zu verarbeiten – zum Beispiel einem drahtlosen Router zu Hause oder einer Straßeneinheit in Fahrzeugnetzen – und nicht in Rechenzentren oder in der Cloud zu berechnen. Das lokal platzierte Kantengerät wird als „Sicherheitsagent“ bezeichnet und ist für die Verwaltung der Sicherheit der damit verbundenen lokalen IoT-Geräte verantwortlich.

Der Aufbau von ReSIoT kann das Schlüsselmanagement über mehrere IoT-Anwendungen hinweg vereinfachen und auch für erweiterte Sicherheitsschutzmechanismen wie anonyme Authentifizierung und attributbasierte Zugriffskontrolle für den Datenschutz genutzt werden.

Das Team testete ihr System und stellte fest, dass es im Vergleich zu den derzeit verfügbaren Sicherheitslösungen die Verarbeitungszeit verkürzt, indem es hochkomplexe Berechnungen von kleineren IoT-Geräten an einen Sicherheitsagenten übergab. ReSIoT soll den Sicherheitsschutz für IoT-Geräte mit mehr Flexibilität und Skalierbarkeit in Hard- und Software gewährleisten.

„Das rekonfigurierbare Sicherheits-Framework eröffnet einen neuen Weg, die IoT-Sicherheit durch Edge Computing zu stärken“, schließt das Team in seiner Studie.

Mehr Informationen:
Ruei-Hau Hsu et al. Rekonfigurierbare Sicherheit: Edge-Computing-Based Framework für IoT, IEEE Network (2018). DOI: 10.1109/MNET.2018.1700284

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