Seevogelpopulationen auf der Antarktischen Halbinsel unerwartet

Seevogelpopulationen auf der Antarktischen Halbinsel unexpectedResultate einer neuen Studie über antarktische Seevögel zeigen, dass ein größerer Prozentsatz ihrer Populationen wichtige Nistplätze um die Ryder Bay herum bewohnt, nahe der Rothera Station des British Antarctic Survey, als bisher angenommen. Die Studie hat auch zu einer Forderung nach dem Schutz dieser wichtigen Nistplätze geführt und wird in der Zeitschrift Polar Biology (20. November) veröffentlicht.

Wissenschaftler des British Antarctic Survey (BAS) zählten besetzte Skua- und Shag-Territorien an 10 Orten rund um die Ryder Bay, darunter eine neue Kolonie von Shags, die auf den Mikkelsen-Inseln entdeckt wurden. Insgesamt wurden fast 1000 besetzte Skua-Territorien, 260 nicht brütende Skuas und über 400 Brutpaare von antarktischen Shags am Rothera Point und den angrenzenden Inseln in der Ryder Bay erfasst.

Die Ergebnisse zeigen zum ersten Mal, dass die Populationen in diesem Gebiet deutlich über dem Schwellenwert liegen, den BirdLife International für die Identifizierung wichtiger Vogel- (und Biodiversitäts-)Gebiete (IBAs) in der Antarktis festgelegt hat. Dies wird auf 1 Prozent oder mehr der Weltbevölkerung festgelegt.

Basierend auf den neuen Zählungen aus dieser Studie machen die südpolaren Skuas und antarktischen Shags, die in der Ryder Bay züchten, 10,3 und 3,5 Prozent der verbesserten Schätzungen der globalen Bevölkerung aus.

Seevogelökologe und Hauptautor Professor Richard Phillips sagt:

„Obwohl die antarktische Region oft als eine der ursprünglichsten der Welt angesehen wird, haben ihre Seevögel-Populationen direkte und indirekte Reaktionen auf den Klimawandel gezeigt. Unsere Studie unterstreicht die globale Bedeutung der südpolaren Skuas und antarktischen Shags in der Ryder Bay und liefert den Kontext für die längerfristigen Daten über Skuas, die von der kleinen Population in der Nähe der Rothera Forschungsstation gesammelt wurden.

„Die Entdeckung, dass die um Rothera brütenden Vögel einen so großen Teil der Weltpopulationen von Skuas und Shags ausmachen, war völlig unerwartet. Daher mussten sie eindeutig in die Liste der BirdLife IBAs für die Antarktis aufgenommen werden. Damit wird ihrer globalen Bedeutung Rechnung getragen und sollte sichergestellt werden, dass mögliche nachteilige Auswirkungen von Entwicklungen in diesem Bereich sorgfältig geprüft werden. Er betont auch, dass die Vogelpopulationen kontinuierlich überwacht werden müssen, um künftige Entscheidungen über das Management zu treffen.“

In diesem Sommer haben BAS-Wissenschaftler dem Antarktis-Vertrags-Beratungstreffen einen Vorschlag unterbreitet, um die Inseln Western Léonie Island, East Lagoon, Mucklescarf, Anchorage und Donnelly in der Ryder Bay als neues Antarctic Specially Protected Area (ASPA) zu benennen. Wenn vereinbart, würde der Zugang zu den Inseln eingeschränkt, was die Vögel viel weniger anfällig für menschliche Störungen macht.

Dr. Kevin Hughes vom BAS Environment Office, einem Mitautor der Studie, sagt:

„Diese umfassende Bestandsaufnahme zeigt, dass unser vorgeschlagenes ASPA etwa 80 Prozent der südpolaren Skuas und 62 Prozent der antarktischen Shags umfassen wird, die in der Ryder Bay brüten. Wenn das vorgeschlagene Schutzgebiet vereinbart wird, wird es den langfristigen Schutz dieser schönen Vögel an diesem spektakulären Ort gewährleisten und das Netzwerk der ASPAs, die die Vogelwelt in der gesamten Antarktis schützen, erweitern.“

Mehr Informationen:
Richard A. Phillips et al. Surveys zeigen zunehmende und weltweit wichtige Populationen von Südpolarschädeln und antarktischen Shags in der Ryder Bay (Antarktische Halbinsel), Polar Biologie (2018). DOI: 10.1007/s00300-018-2432-0

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