Schwarze Witwen gehen nach Norden, wie eine neue Studie zeigt

Spinnen der Schwarzen Witwe kriechen jetzt weiter nach Norden als je zuvor.

Eine neue Studie mit Beobachtungen von Bürgerwissenschaftlern ergab, dass die berüchtigten Arachniden seit den 1960er Jahren ihre nördliche Verbreitung erweitert haben und zunehmend nach Kanada drängen.

Die Verlagerung ist wahrscheinlich mit den Klimaveränderungen in den letzten Jahrzehnten verbunden, wobei die Temperaturen in den heißesten Monaten des Jahres als Hauptantrieb für ihre Aktivitäten angesehen wurden.

In der Studie, die in der Zeitschrift PlOS One veröffentlicht wurde, erstellten Forscher der McGill Universität eine aktualisierte Artenverteilungskarte, die Beiträge der Bürgerwissenschaft zu Online-Datenbanken und Museumssammlungen verwendet.

Das Team untersuchte zwei Spinnenarten: die Schwarze Witwe (Latrodectus variolus) und die Schwarze Netzspinne (Sphodros niger).

Mit statistischen Tests und Modellierungswerkzeugen ermittelten die Forscher einen aktuellen Bereich für die beiden Arten.

Dann haben sie dies mit den historischen Daten verglichen und gezeigt, wie sich die beiden verschoben haben.

Laut dem Team scheinen Netzwebenspinnen ihr Verbreitungsgebiet nach Norden ausgeweitet zu haben, während ihre Verbreitung in den USA im Südwesten zurückgegangen ist.

Auch schwarze Witwen scheinen sich in nördliche Staaten und Kanada zu drängen.

"Unsere Modelle zeigen die ersten zuverlässigen Verbreitungskarten dieser beiden Arten", so die Forscher.

"Der nächste logische Schritt ist die Durchführung von Probenahmen in typischen Lebensräumen dieser Arten in unserem vorhergesagten Bereich, um die Modelle weiter zu validieren.

"Wir schlagen vor, Bürgerwissenschaftler anzurufen, indem wir ein Monitoring-Projekt über eine Plattform wie Bugguide und iNaturalist starten, um eine groß angelegte Stichprobenbemühung durchzuführen.

"Dies wäre eine schnelle, kostengünstige, hocheffiziente und innovative Methode, um diese großskaligen Vorhersagemodelle zu testen."

Die Forscher sagen, das Klima sei ein wichtiger Faktor bei der Vorhersage der aktuellen Reichweite der Spinnen.

Für die Spinnennetzspinnen war die mittlere Temperatur der kältesten drei Monate am wichtigsten, wo sie gefunden werden könnten.

Für schwarze Witwen hingegen war die mittlere Temperatur der wärmsten drei Monate am signifikantesten.

Die Forscher sagen, dass die aktualisierten Karten helfen könnten, die sich verändernde Reichweite seltener Arten vorherzusagen, wenn sich das Klima ändert.

"Verteilungen von Spinnen sind relativ unbekannt, und Reichweitenkarten beruhen oft darauf, wo Wissenschaftler die Art gefunden haben", sagte Wang.

"In dieser Arbeit wird anhand der Spinne der Nördlichen schwarzen Witwe und der schwarzen Netzspinne als Beispiel gezeigt, dass wir Daten aus der Citizen Science und Modelle zur Verteilung modellieren können (und sollten), um die Wissenslücken weniger erforschter Arten zu überbrücken."

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