Russischer Tech-Riese zerschlägt Hoffnungen für Smartphone

Der russische Internetriese Yandex enttäuschte am Montag Tech-Enthusiasten, indem er es versäumte, das zu enthüllen, was viele hofften, ein mit Spannung erwartetes, in Russland hergestelltes Smartphone zu sein.

Seit Jahren mehren sich die Spekulationen, dass Yandex, das die Internetdienste in Russland dominiert, sein eigenes mobiles Gerät an konkurrierende Giganten wie Apple, Samsung und Huawei weitergeben wird.

Die Aufregung erreichte Fieber, als Yandex ankündigte, dass sie eine Präsentation in ihrer hochglänzenden Moskauer Zentrale halten würde, wobei russische Medienberichte eine Smartphone-Launch erwarten, die ein großer Schritt für das Unternehmen sein würde.

Aber Yandex kündigte stattdessen einen neuen intelligenten Lautsprecher an, der die Stimme von „Alisa“ – einem virtuellen Assistenten ähnlich der Alexa von Amazon – nutzt, der rund 40 Euro kosten wird.

Gefragt von enttäuschten Journalisten über das potenzielle Smartphone, Yandex-Vertreter sagte nur: „Wir sind nicht kommentieren diese Frage.“

Yandex begann in den 90er Jahren als Suchmaschine ähnlich wie Google, hat sich aber seitdem in jede Ecke des russischen Internets ausgedehnt und entwickelt Karten, Taxi- und Lebensmittel-Bestell-Apps, die die Russen täglich nutzen.

Ein in Russland entwickeltes Smartphone – das YotaPhone- wurde 2013 auf den Markt gebracht, hat sich aber nicht durchgesetzt und Tech-Beobachter haben gespannt darauf gewartet, dass Yandex ins Feld springt.

Tom Morrod, Forschungsdirektor bei IHS Markit, sagte, dass, sobald Yandex den Markt betritt, wird es wahrscheinlich mit einer Mid-Range-Option sein, die darauf abzielt, seine Dienstleistungen zu unterstützen.

„Nicht-Hardware-Unternehmen nehmen oft gerne eine mittlere Marktposition ein, ohne zu hoffen, Geld zu verdienen. Yandex’s Smartphone würde wahrscheinlich auf Android laufen, aber sie würden ihre eigene Umgebung darauf setzen, mit all ihren Anwendungen, die Sie wahrscheinlich nicht löschen können“, sagte er.

„Es geht darum, die Menschen in ihr Ökosystem einzubinden, Daten zu sammeln und Werbung zu machen“, fügte er hinzu.

Teilen Ist Liebe! ❤

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares