Orkaschall: Ein bürgerwissenschaftliches Instrument für die Walforschung

Ein wichtiger Teil des Studiums von südlich ansässigen Schwertwalen ist es, sie zu finden und Experten schnell zu alarmieren, Boote auszusenden, um Stuhlproben oder Beutefragmente zu sammeln, um besser zu verstehen, was die Wale essen.

Hydrophone, Unterwassermikrofone, die zur Ortung von Walen verwendet werden, sind besonders nützlich bei Nacht oder bei schlechtem Wetter, wenn Sichtnetze wirkungslos sind. Computeralgorithmen spielen eine immer größere Rolle bei der Analyse von Hydrophon-Audiodaten, aber menschliche Zuhörer können diese Algorithmen ergänzen und verbessern.

Ein Forschungsprojekt namens Orcasound hat eine Webanwendung entwickelt, die es Bürgerwissenschaftlern ermöglicht, Livestreaming-Audio von Hydrophonen in der Nähe der San Juan Inseln zu hören, um Schwertwale und andere neuartige Geräusche zu identifizieren.

Scott Veirs, ein Bioakustiker aus Seattle und leitender Forscher des Orcasound-Projekts, wird die neue Web-App und den Wert der Bürgerwissenschaft beim 176. Treffen der Acoustical Society of America beschreiben, das in Verbindung mit der Akustikwoche 2018 der Canadian Acoustical Association in Kanada vom 5. bis 9. November im Victoria Conference Centre in Victoria, Kanada, stattfindet.

Bürgerwissenschaftler waren nützlich bei der Erkennung von Walen und bei der Beobachtung ungewöhnlicher Aktivitäten, wie das Vorhandensein anderer Tiere oder Lärm durch den Schiffsverkehr. Das Ziel von Orcasound ist es, Menschen, die an der Erforschung und Erhaltung der Meereslebewesen interessiert sind, eine kostengünstige und benutzerfreundliche Möglichkeit zur Teilnahme an der Forschung zu bieten, sagte Veirs. Die Frage, die im Mittelpunkt des Projekts stehe, sei, wie man Menschen, die das Streaming-Audio hören, organisieren und schulen könne, um Wale besser zu erkennen. Das Orcasound-Projekt speichert auch Audiodaten auf Online-Cloud-Speicherservern zur späteren Analyse durch Menschen und Algorithmen.

Jeder Knoten im Netzwerk verwendet einen kostengünstigen Raspberry Pi-Computer mit zusätzlicher Audio-Hardware. Die Computer verwenden das Betriebssystem Linux und eine Open-Source-Software, um Audio in Standarddatenformaten zu kodieren und zu senden, die durch Online-Videostreaming-Dienste wie YouTube populär geworden sind. Dies minimiert die Kosten und maximiert die Browser-Kompatibilität und Benutzerfreundlichkeit. „Wir wollen es für Bürgerwissenschaftler wirklich einfach machen, Signale zu hören“, sagte Veirs.

Zukünftige Versionen der App werden eine Schaltfläche enthalten, die der Benutzer anklicken kann, wenn er etwas Interessantes hört, was dazu beiträgt, die Daten für Algorithmen zur späteren Analyse zu kommentieren. Obwohl es in diesem Bereich eine gewisse freundliche Rivalität zwischen Maschinen und Menschen geben mag, zielt die Orcasound App darauf ab, Synergien zwischen Bürgerwissenschaftlern und ausgeklügelten Algorithmen zu schaffen.

Mehr Informationen:
Präsentation #2pAO1, „Orcasound App: Eine Open-Source-Lösung für das Streamen von Meeres-Live-Sound an Bürgerwissenschaftler und Cloud-basierte Algorithmen“ von Scott Veirs findet Dienstag, 6. November, 13:00 Uhr im Esquimalt-Saal des Victoria Conference Center in Victoria, British Columbia, Kanada, statt. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.orcasound.net

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