Olivenöl und Pilze schützen das Holz vor Holzfäule.

Elke van Nieuwenhuijzen promoviert am kommenden Mittwoch, den 7. November, an der Technischen Universität Eindhoven für ihr Studium des schwarzen Pilzes auf geöltem Holz, das sich wie ein „Biofinish“ verhält. Diese Schicht färbt das Holz und schützt es tatsächlich vor Holzfäule und Degradierung durch Sonnenlicht. Ein weiterer Vorteil: Der Pilz repariert automatisch Schäden in der Schutzschicht.

Die Entdeckung erfolgte vor fast 20 Jahren durch Zufall, als der Forscher Michael Sailer untersuchte, ob Pflanzenöl Holz konservieren kann. Er entdeckte, dass mit Leinöl und Hanföl imprägnierte Nadelhölzer nach Wind und Wetter schwarz wurden. Aber das verfärbte Holz wurde nicht weich, wie verfaultes Holz; es blieb hart. Das Holz wurde möglicherweise durch die schwarze Schicht geschützt, die das Mikroskop als Pilz zeigte.

Elke van Nieuwenhuijzen hat nun die natürliche Pilzzusammensetzung dieser Schichten gründlich untersucht. Sie wurde unter anderem von Mykologen des Westerdijk Fungal Biodiversity Institute in Utrecht betreut. Im Freien imprägnierte sie Bretter aus drei Holzarten (Fichte, Kiefer, Ilomba) mit drei Ölsorten (Olivenöl, Rohleinenöl, Standöl). Die Pilze bildeten sich dann automatisch und bildeten auf einigen Brettern eine opake schwarze Schicht. Das gleiche Experiment machte sie in Norwegen.

Olivenöl funktionierte am besten in den Niederlanden und produzierte eine opake schwarze Schutzschicht für alle drei Holzarten. Rohes Leinöl auf Kiefernholz funktionierte ebenfalls gut. In Norwegen war das Bild im Großen und Ganzen gleich, aber es dauerte länger, bis die Schicht die Planken vollständig bedeckt hatte. Van Nieuwenhuijzen vermutet, dass dies auf das kältere Klima zurückzuführen ist.

Die Wirkung der Schutzschicht resultiert zum Teil aus der Verfärbung: Die schwarze Schicht blockiert das UV-Licht und verhindert so den Abbau. Van Nieuwenhuijzen vermutet auch, dass die dunkel pigmentierten Pilze holzzerstörende Pilze verdrängen. Außerdem ist ölabweisendes Wasser wahrscheinlich vorteilhaft für die dunkelpigmentierten Pilze. Wasser bildet Tröpfchen auf dem Holz, wo der Pilz gedeiht.

Einer der Pilze, der immer gefunden wurde, war die Gattung Aureobasidium. Anscheinend gedeiht sie unter allen möglichen klimatischen Bedingungen. Wie der Pilz überlebt und seine Energiequelle ist noch nicht ganz klar. Elke sagt: „Es ist ein rätselhafter Pilz. Sie entwickelt sich auf vielfältige Weise. Manchmal verhält es sich wie eine Hefe, manchmal bildet es Fäden, manchmal wird es schwarz, manchmal nicht. Man könnte sagen, es ist eine Art Barbapapa.“

Der Doktorand rät davon ab, sein Außenholz selbst mit Olivenöl zu behandeln. Ihre Forschung betraf Holz, das mit Öl imprägniert oder durchdrungen war. Sie erwartet jedoch, dass es funktioniert, wenn das Öl mit einem Pinsel aufgetragen wird, aber es kann Monate und manchmal sogar Jahre dauern, bis die schwarzen Flecken zu einer Deckschicht zusammenlaufen, besonders an geschützten Orten.

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