Neuartige Schutzmaske für medizinisches Personal

Lachen ist die beste Medizin, sagt die medizinische Forschung. Aber wie sollen sich die Patienten zum Lächeln bringen, wenn die Gesichter des Pflegepersonals und auch ihrer Lieben mit Masken bedeckt sind? Forscher von Empa und EPFL entwickeln derzeit eine neuartige Gesichtsmaske, die einen ungehinderten Blick auf den Gesichtsausdruck des Trägers ermöglicht.

Wer zur Behandlung ins Krankenhaus muss, wird schon jetzt nicht in bester Stimmung sein. Noch beunruhigender ist die Situation für Kleinkinder oder ältere Menschen, die, überwältigt von Schmerzen und medizinischen Verfahren, nur gesund werden müssen. Schließlich, wie soll jemand in einer Maske einem Kleinkind eine tröstende Geschichte vorlesen? Und wie soll ein geschwächter Patient begreifen, was der maskierte Einzelne mit der Nadel in der Hand vorhat? Es wäre einfacher, mit Patienten umzugehen, wenn die Lippen und Gesichtsausdrücke durch die Maske sichtbar wären. Vor diesem Hintergrund entwickeln Forscher der Empa in St. Gallen und des EssentialTech-Programms der EPFL derzeit die Hello Mask mit einer integrierten transparenten Filterfolie.

„Eine herkömmliche Gesichtsmaske besteht aus mehreren Schichten relativ dicker Fasern“, sagt Empa-Forscher Giuseppino Fortunato. Und obwohl die einzelnen Fasern der weißen oder grünen Masken durchaus durchsichtig sind, bewirken ihr Durchmesser und ihre Verarbeitung, dass das einfallende Licht so weit gestreut wird, dass die Maske undurchsichtig wird. Die gewebten Fasern der Hello-Maske hingegen sollten eine transparente Oberfläche hinterlassen, die einen ungehinderten Blick auf die Lippen bietet und es dem Träger ermöglicht, nonverbal mit dem Patienten über Gesichtsausdrücke zu kommunizieren.

Damit der Durchsichtfilm aber auch Krankheitserreger aus dem Atem des Trägers herausfiltert, darf er nur sehr kleine Poren enthalten. Damit werden Patienten mit einem geschwächten Immunsystem z.B. vor Infektionen geschützt. Ebenso sollte die Maske auch Keime fern halten: Das Pflegepersonal und die Angehörigen von Menschen, die an hochansteckenden Krankheiten wie Ebola leiden, begehren einen humaneren Umgang mit den Patienten, ohne ihre eigene Gesundheit zu gefährden. Die Hello Mask soll mehr Menschlichkeit in den Umgang mit hochansteckenden Krankheiten bringen.

„Mit einem Verfahren, das als Elektrospinnen bezeichnet wird, können wir so feine Membranen mit einer Porengröße von etwa 100 Nanometern herstellen“, erklärt Fortunato. Die Herausforderung bei der Herstellung einer dieser Masken besteht jedoch darin, dass genügend Luft durch das engmaschige Material der Maske strömen kann. Derzeit analysieren die Materialforscher, aus welchen Polymerfasern ein Film mit maximaler Atmungsaktivität hergestellt werden kann.

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