Mozilla-Chef bedauert die süchtig machende Qualität des Internets

Webbenutzer werden in eine Beziehung mit dem Internet gezogen, die Spielsüchtigen ähnelt, die Spielautomaten benutzen, sagte der Leiter des gemeinnützigen Technologieunternehmens Mozilla am Donnerstag.

Mitchell Baker sagte auf dem Web Summit in Lissabon, dass „…die größten Anwendungen, die größten Unternehmen, die größten kommerziellen Anwendungen, eingebaute Systeme sind, die wie Abhängigkeiten aussehen.

„Es ist enttäuschend, die Praxis von „Komm auf meine Seite, halte dich dort, klicke weiter, verbreite diese Informationen so schnell wie möglich….“, fügte sie hinzu.

„Das ist eine Art Sucht, es fühlt sich an wie ein Spielautomat“, sagt Baker, der den Vorsitz des Open-Source-Technologie-Innovators führt.

„(Die) Leichtigkeit, mit der so viele von uns sich in Wut und Gewalt verwandeln können, ist enttäuschend, so dass etwas über die Menschheit enthüllt wird, das ein wenig enttäuschend ist“, fügte sie hinzu.

Mozilla, das den Webbrowser Firefox entwickelt hat, verdient Geld durch Werbung wie viele andere Online-Unternehmen, und Baker gab zu, sich bei der Vereinbarung unwohl zu fühlen.

Aber Katharina Borchert, Chief Open Innovation Officer bei Mozilla, sagte AFP: „Werbung ist immer noch das Modell, das die überwiegende Mehrheit des Webs antreibt, also sind wir nicht gegen Werbung oder die Monetarisierung von Inhalten.“

Aber sie fügte hinzu: „Wir wollen ein besseres Gleichgewicht zwischen Benutzeragentur, Autonomie über Daten und Benutzersicherheit und Sicherheit und Monetarisierungsmöglichkeiten finden.“

Firefox hat fünf Prozent des Marktanteils bei Online-Browsern, weit hinter Googles Marktführer Chrome, mit 60 Prozent, so der Branchenexperte Statcounter.

Aber sie versucht, eine Reihe von Funktionen zu entwickeln, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Sie beinhalten eine Anti-Tracking-Funktion, um die Webnutzer aufzufordern, jede ihrer Bewegungen von den Internet-Giganten zu Werbezwecken aufzeichnen zu lassen.

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tekk.tv

Lange Zeit war Paul Florian in der TV-Branche tätig. Schon immer gab es eine Schublade voller Handys (und später Smartphones) in seiner Wohnung. Als Online-Redakteur hat der Nerd in ihm diese Schublade nun für Tekk geöffnet.

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