Mittel gegen Superbakterien in Crowberry gefunden

Forscher in Oulu haben kleine Fragmente eines antibakteriellen Proteins, auch bekannt als Peptide, in einer Mikrobe gefunden, die in Crowberry lebt. Das Peptid ist in der Lage, Bakterien zu zerstören, die Infektionen verursachen. Auf Basis des Peptids wird nun im Rahmen des Krieges gegen die Ausbreitung der Antibiotikaresistenz eine Schutzschicht für medizinische Instrumente in Krankenhäusern entwickelt.

Die Dozenten Anna Maria Pirttilä und Tejesvi Mysore vom Institut für Ökologie und Genetik der Universität Oulu optimierten die Effizienz des Peptids. Der ursprüngliche Zweck war es, medizinisch nützliche Verbindungen aus lokalen Pflanzenarten zu finden. Das Team untersuchte mehrere verschiedene Pflanzenarten, nicht nur Crowberry, sondern auch Heidekraut und Sumpftee. Die vielversprechendsten Verbindungen wurden jedoch in Crowberry gefunden.

„Es gibt eine Gemeinschaft von Mikroben in den Blättern und Stängeln der Crowberry. Wir haben die Gene der Bakterien isoliert und die Fähigkeit der induzierten Verbindungen getestet, Bakterien zu zerstören“, sagt Pirttilä. Die Forscher fanden heraus, dass eine Aminosäurekette oder ein Peptid aus 11 bis 16 Aminosäuren Mikroben abtöten kann.

Leitpeptide wurden während des Projekts im Jahr 2015 unter der Leitung von Tejesvi Mysore entwickelt, das sich auch auf die Vermarktung der Peptide konzentrierte.

Die erste Anwendung ist ein antimikrobieller Harnkatheter.

Die Forscher haben das Startup-Unternehmen Chain Antimicrobials Oy gegründet, um ihre Forschungsergebnisse durch die Entwicklung von mit antimikrobiellen Peptiden beschichteten Kathetern zu kommerzialisieren. Jedes Jahr sterben in Europa mehr als 6.000 Menschen an Harnwegsinfektionen. Tödliche Harnwegsinfektionen sind meist eine Folge einer schweren bakteriellen Infektion, die während der Krankenhausbehandlung erworben wurde und aus dem langfristigen Einsatz von Kathetern stammt.

Im Langzeitbetrieb bildet sich auf der Oberfläche eines Harnwegskatheters ein Biofilm. Dies bezieht sich auf mikrobielles Wachstum, das sich eng mit dem Material verbindet. Bakterien, die in Biofilmen wachsen, sind 10 bis 1.000 mal resistenter gegen Antibiotika als frei wachsende Bakterien, und deshalb ist es schwierig, Biofilme zu zerstören.

„Wir entwickeln eine Peptidbeschichtung für Katheter, um die Bildung von Biofilmen zu verhindern. Die gleiche Technologie kann später auch für andere medizinische Instrumente eingesetzt werden, bei denen die Bildung von Biofilmen ein Problem darstellt, wie z.B. Intubationsschläuche und verschiedene Arten von Implantaten“, sagt Docent Tejesvi Mysore, CEO von Chain Antimicrobials Oy.

Die Produkttests werden voraussichtlich vier Jahre dauern.

„Wir werden jedoch kein fertiges Produkt verkaufen, sondern eine Technologie. Unternehmen, die medizinische Instrumente herstellen, werden unsere Technologie kaufen“, sagt Tejesvi Mysore.

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