Lernen: Sibirische Weidengrasmücken wandern unglaubliche 8.000 Meilen pro Weg

Ein kleiner Singvogel namens Sibirischer Weidengrasmücke (Phylloscopus trochilus yakutensis) hält einen Langstreckenwanderrekord in der Gewichtsklasse von 10 Gramm – wobei die kleinen Vögel 13.000 km oder länger fliegen, um ihr Ziel zu erreichen.

Die Weidenrösti (Phylloscopus trochilus) ist eine mittelgroße, schlanke Laubsäge zwischen 11 und 12,5 cm lang und 7-15 g schwer.

Der Vogel ist ein Zugvogel, der weite Teile Nordeuropas und Asiens zur Brut und Überwinterung in Afrika südlich der Sahara bewohnt.

„Weidengrasmücken nutzen eine Vielzahl von bewaldeten Lebensräumen zur Fortpflanzung und können in großen Mengen in Teilen ihres Brutgebietes vorkommen, da sie der zahlreichste Brutvogel in z.B. Schweden sind“, so Professorin Susanne Åkesson und Kollegen der Lund University.

„Drei Unterarten kommen in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet vor. Phylloscopus trochilus trochilus und P. t. acredula treffen sich in einer Hybridzone in Mittelschweden, und P. t. yakutensis tritt weiter östlich in Sibirien auf.“

„P.t. trochilus und acredula haben bekanntlich unterschiedliche Migrationsphänotypen, Routenwahlen und Winterziele in West- und Südostafrika, während viel weniger über die Routenwahl und Winterziele von P.t. yakutensis bekannt ist.“

Das Team von Professor Åkesson verfolgte mit Hilfe von Geolokalisierern die Migration sibirischer Weidengrasmücken aus ihrem östlichen Teil des Verbreitungsgebietes in Sibirien in Überwinterungsgebiete in Afrika südlich der Sahara.

Von ihren Brutstätten in Ostsibirien aus fliegen sibirische Weidenröschen zu Aufenthaltsorten in Südwestasien und im östlichen Mittelmeerraum.

Von dort aus geht es weiter zu ihren Winterzielen in Kenia und Tansania – rund 8.000 Meilen entfernt.

„Ich finde es faszinierend – sie sind so klein und wandern mindestens 8.000 Meilen in eine Richtung“, sagte Professor Åkesson.

„Es gibt keine anderen Studien, die zeigen, dass Vögel dieser Größe so weit wandern können. Noch beeindruckender ist vielleicht, dass sie die Reise allein in ihrem ersten Lebensjahr antreten.“

Neben dem Rekord für die Langstreckenwanderung zeigt die Studie auch erstmals, wo sibirische Weidenmückenmücken den Winter in Ostafrika verbringen.

Darüber hinaus verglichen die Forscher alternative Kompassrouten mit den Routen, die die Vögel tatsächlich nehmen.

Darauf aufbauend identifizierten sie zwei alternative Mechanismen, die die Weidengrasmücken während ihrer langen Wanderung nutzen können – einen Solarkompass, der Zeitverschiebungen während der Wanderung kompensiert, und einen Magnetkompass, der auf der Annahme beruht, dass die Vögel den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes messen können.

Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift Movement Ecology.

Teilen Ist Liebe! ❤❤❤ 17 shares ❤❤❤

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares