Kepler-Weltraumteleskop offiziell in den Ruhestand verabschiedet, nachdem der Treibstoff ausgegangen ist.

Nach neun Jahren im Einsatz ist das Weltraumteleskop Kepler dauerhaft eingeschlafen. Die NASA gab bekannt, dass sie das Raumschiff offiziell außer Dienst gestellt hat.

Auf Wiedersehen, Kepler.
Die Ankündigung vom Mittwoch, den 31. Oktober, kommt nicht überraschend. Die US-Weltraumbehörde hat bereits im März dieses Jahres gewarnt, dass dem Raumfahrzeug der Treibstoff ausgeht und es jederzeit für immer abgeschaltet werden könnte.

„Als erste Planetenjagdmission der NASA hat Kepler alle unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und den Weg für unsere Erforschung und Suche nach Leben im Sonnensystem und darüber hinaus geebnet“, sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender Administrator der NASA. „Es hat uns nicht nur gezeigt, wie viele Planeten es da draußen geben könnte, es hat auch ein völlig neues und robustes Forschungsfeld ausgelöst, das die Wissenschaftsgemeinde im Sturm erobert hat. Seine Entdeckungen haben ein neues Licht auf unseren Platz im Universum geworfen und die verlockenden Geheimnisse und Möglichkeiten unter den Sternen beleuchtet.“

Die NASA hat beschlossen, Kepler auf ihrer aktuellen Umlaufbahn, etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, in den Ruhestand zu schicken. Die Ingenieure der Bodenkontrolle haben einen Befehl an das Raumschiff geschickt, seine Sender auszuschalten, während es lautlos in den Weltraum driftet.

Tausende von Exoplaneten finden
Kepler wurde im März 2009 mit der Hoffnung gestartet, andere erdähnliche Exoplaneten zu finden. In fast einem Jahrzehnt fand sie mehr als 2.600 bewohnbare Planeten außerhalb des Sonnensystems.

In jüngster Zeit, die Analyse der von Kepler gesammelten Daten ergab, dass etwa 20 bis 50 Prozent der Sterne, die am Nachthimmel sichtbar sind, Planeten enthalten könnten, die von ähnlicher Größe wie die Erde sind und sich in den bewohnbaren Zonen ihrer Wirtssterne befinden.

Selbst in seinen letzten Momenten lieferte Kepler weiterhin neue Daten über das Universum. Sie hat ihren Abschlussbericht, Kampagne 19, Anfang des Jahres an die NASA abgeschlossen und erfolgreich zurückgeschickt.

Der TESS-Satellit der NASA
Die Suche nach erdähnlichen Exoplaneten endet jedoch nicht mit Kepler. Die NASA hat bereits TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) gestartet, um das 9 Jahre alte Weltraumteleskop im Ruhestand zu ersetzen.

TESS hat bereits im September ein erstes Lichtbild geschickt, um seine hochentwickelte Kamera zu testen und die spektakuläre Aussicht aus dem All zu zeigen. Die neue Raumsonde wird auch in den nächsten Jahren das Universum vermessen, um weitere Exoplaneten zu finden, je nachdem, wie viel sichtbares Licht von Sternen einfällt.

Laut NASA wird TESS den Himmel in 26 Sektoren aufteilen, um jeden einzelnen für mindestens 27 Tage zu beobachten. Dies wird etwa zwei Jahre dauern.

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tekk.tv

Lange Zeit war Paul Florian in der TV-Branche tätig. Schon immer gab es eine Schublade voller Handys (und später Smartphones) in seiner Wohnung. Als Online-Redakteur hat der Nerd in ihm diese Schublade nun für Tekk geöffnet.

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