Große neue indische Rakete startet Satellit und bereitet die Bühne für die Mondmission.

Die Indian Space Research Organization (ISRO) startete am Mittwoch um 6:38 Uhr EST (1138 GMT) vom Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota aus das Geosynchrone Satellitenstartfahrzeug Mark III (GSLV Mk III) und lieferte den Kommunikationssatelliten GSAT-29 erfolgreich in den Orbit.

„Indien hat einen wichtigen Meilenstein erreicht, indem unsere schwerste Trägerrakete den schwersten Satelliten vom indischen Boden abhebt“, sagte ISRO-Vorsitzender K. Sivan in einer Erklärung. „Die Trägerrakete hat den Satelliten präzise in seine vorgesehene Umlaufbahn gebracht. Ich gratuliere dem gesamten ISRO-Team zu dieser Leistung.“ [Auf den Fotos: Indiens mächtigste Raketen-Asse 2. Teststart!]

Auch der erste Start des Orbitaltests des GSLV Mk III im Juni 2017 war erfolgreich. Das ISRO startete 2014 auch eine experimentelle Version des GLSV Mk III, um einen Prototyp einer Raumkapsel zu testen, die drei Astronauten ins All tragen soll. Diese Mission war auch erfolgreich, aber es war ein suborbitaler, kein Orbittest.

Nach dem Erfolg des Fluges am Mittwoch erklärten indische Behörden die Rakete für einsatzbereit, beginnend mit dem Start des Mondlandegerätes Chandrayaan-2. Dieser Start ist derzeit für den 30. Januar geplant, so Spaceflight Now.

Chandrayaan-2, Indiens geplante zweite robotische Mission zum Mond, besteht aus einem Orbiter, einem Lander und einem Rover. Es handelt sich um eine Folgemission des Chandrayaan-1-Orbiters, die 2009 dazu beitrug, das Vorhandensein von Wassereis auf der Mondoberfläche zu bestätigen.

Indien plant, Chandrayaan-2 vom Satish Dhawan Space Centre aus zu starten.

Die GSLV Mk III ist eine aktualisierte Version der indischen GSLV Mk II und kann etwa das Doppelte der Nutzlast ihres Vorgängers befördern. Die neue Rakete wird auch verwendet, um Indiens geplantes bemanntes Raumschiff Gaganyaan bereits im Dezember 2021 in die Umlaufbahn zu bringen, so Spaceflight Now.

In den nächsten Tagen werden drei kreisförmige Manöver durchgeführt, um den 3.423 Kilogramm schweren Satelliten GSAT-29 auf einer geostationären Umlaufbahn etwa 36.000 Kilometer über dem Äquator zu positionieren. GSAT-29 „ist ein mehrbandiger, mehrstrahliger Kommunikationssatellit, der als Prüfstand für mehrere neue und kritische Technologien dienen soll“, so die ISRO.

Insbesondere beinhaltet die Nutzlast des Satelliten eine hochauflösende Kamera und optische Kommunikationstechnologie. Diese Technologie wird Laserkommunikationsverbindungen nutzen, um Informationen zwischen dem Boden und der geostationären Umlaufbahn wesentlich schneller weiterzugeben als herkömmliche Funkkommunikation.

Die Einführung von GSAT-29 „wird dazu beitragen, die digitale Kluft zu überbrücken“, sagte K. Pankaj Damodar, GSAT-29-Projektleiter, in der gleichen Erklärung. „Mehrere Nutzlasttechnologien der nächsten Generation werden in Kürze mit dieser Mission demonstriert.“

Der Start von Chandrayaan-2 wird nicht der nächste Start vom indischen Boden sein. Das sollte am 26. November geschehen, wenn das Polar Satellite Launch Vehicle der Nation den Hyperspektralen Bildgebungssatelliten und mehrere sekundäre Nutzlasten für die USA und andere internationale Partner ausrichtet.

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