Goffin’s Kakadus-Dosenherstellung, Manipulation von Werkzeugen unterschiedlicher Länge

Eine indonesische Papageienart, die als Kakadu des Goffins (Cacatua goffiniana) bekannt ist, kann ein Kartontuch in lange Streifen zerreißen, um Nahrung zu erhalten, passt sich aber nicht der Streifenbreite an, um durch enge Öffnungen zu passen, so eine neue Studie, die diese Woche in der Zeitschrift PLoS ONE online veröffentlicht wurde.

Eine neue Studie von Auersperg et al. unterstützt frühere Studien zu Goffins Kakadus, die zeigen, dass sie je nach Aufgabenstellung nicht nur auswählen, sondern auch unterschiedliche Werkzeuge schaffen können. Bildnachweis: Goffin Lab, Universität für Veterinärmedizin Wien.

Die Kakadus von Captive Goffin sind in der Lage, Werkzeuge zu erfinden und zu manipulieren, obwohl sie nicht dafür bekannt sind, Werkzeuge gewöhnlich zu benutzen.

„Der Kakadu des Goffins ist weder ein spezialisierter Werkzeuganwender noch ein gewohnter Werkzeuganwender auf einer bevölkerungsweiten Ebene wie den neukaledonischen Krähen“, erklärte die Studienleiterin Dr. Alice Auersperg von der Medizinischen Universität Wien und Kollegen.

„Sie sind auch weder Nestbauer noch Lebensmittelcenter, die als wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung des Einsatzes von Vogelwerkzeugen gelten.“

„Dennoch kombinieren und modifizieren sie während der Erkundung und des Spiels Umweltobjekte, die zu individuellen Werkzeuginnovationen in Gefangenschaft und möglicherweise auch in wilden Individuen führen können.“

In der Studie stellten Dr. Auersperg und Co-Autoren zwei Hauptfragen: Können die Kakadus von Goffin die Eigenschaften ihrer Werkzeuge anpassen, um Aufwand zu sparen, und wenn ja, wie genau kümmern sie sich um die Eigenschaften ihrer Werkzeuge im Verhältnis zu ihrer jeweiligen Funktion bei der Werkzeugherstellung?

Der Kakadu eines Goffins benutzt ein Kartonwerkzeug, um Nahrung zu erhalten. Bildnachweis: Goffin Lab, Universität für Veterinärmedizin Wien.

Als Werkzeug für das Testgerät lieferten die Forscher sechs erwachsene Kakadus mit großen Kartonbögen, die in Streifen zerrissen werden konnten: eine Lebensmittelplattform mit einer Belohnung in unterschiedlichen Abständen (1,6-2,4 Zoll oder 4-16 cm) hinter einer kleinen Öffnung, die ebenfalls in der Breite variierte (0,4-0,8 Zoll oder 1-2 cm).

Sie fanden heraus, dass die Vögel in der Lage waren, die Länge ihrer Kartonstreifenwerkzeuge an die unterschiedlichen Futterdistanzen anzupassen und kürzere Werkzeuge herzustellen, wenn die Belohnung näher war als wenn sie weiter entfernt war.

In jedem Fall, wenn ein Werkzeug für den ersten Versuch zu kurz war, wäre das Werkzeug für den zweiten Versuch wesentlich länger.

Im Durchschnitt stellten alle sechs Vögel deutlich längere Werkzeuge her, als für das Erreichen der Belohnung unter allen Testbedingungen erforderlich waren, wobei die Vögel dazu neigten, im Laufe der Studie immer längere Werkzeuge herzustellen – vielleicht als Strategie zur Vermeidung von Risiken.

Allerdings konnte nur ein einziger Vogel ein ausreichend schmales Werkzeug herstellen, um die Futterprämie erfolgreich zu erreichen, wenn die Öffnung am engsten war.

„Die Schertechnik, mit der die Vögel den Karton reißen, begrenzt die Enge der resultierenden Streifen“, sagten die Studienautoren.

„In zukünftigen Studien werden wir weniger restriktive Materialien zur Verfügung stellen, um zu beurteilen, ob Goffins Kakadus kognitiv in der Lage sind, die Werkzeugbreite in dieser Situation anzupassen.“

„Die Art und Weise, wie sie hergestellte Teile von bestimmter Länge je nach Zustand unterschiedlich eingesetzt und entsorgt haben, deutet darauf hin, dass die Kakadus ihr Werkzeugherstellungsverhalten tatsächlich in die vorhergesagte Richtung, aber mit einigen Einschränkungen in der Genauigkeit anpassen könnten“, sagte Dr. Auersperg.

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A.M.I. Auersperg et al. 2018. Werkzeugbau-Kakadus passen die Länge, aber nicht die Breite ihrer Werkzeuge an, um zu funktionieren. PLoS ONE 13 (11): e0205429; doi: 10.1371/journal.pone.0205429

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