Gedankenlesen ist einen Schritt näher: Wissenschaftler haben „Brain Maps“ bei Ratten erstellt.

Das Gedankenlesen könnte dank der Ergebnisse einer neuen Studie mit Ratten einen Schritt näher rücken.

Wissenschaftler konnten vorhersagen, wohin ein Nagetier als nächstes gehen würde, indem sie beobachteten, welche Neuronen im Hippocampus feuerten, ergab die Studie.

Mit Hilfe dieser Informationen erstellten die Wissenschaftler „Brain Maps“, die es ihnen ermöglichten, die getroffenen Entscheidungen zu visualisieren.

Dies gibt uns einen Einblick, was das Tier über den Weltraum denkt“, sagte Jozsef Csicsvari am Institute of Science and Technology Austria, der Mitautor der in der Zeitschrift Neuron veröffentlichten Studie war.

Wir haben dieses Konzept genutzt, um zu verstehen, wie Ratten bei Aufgaben denken, die ihr räumliches Gedächtnis testen“, sagte er.

In den Experimenten navigierten Ratten durch ein Labyrinth mit acht Armen.

Drei Arme enthielten Nahrungsbelohnungen.

Die Ratten besuchten das Labyrinth erneut, so dass sie Erinnerungen daran bildeten, wo die Belohnungen versteckt waren.

Diese Aufgabe trennt zwei verschiedene Formen des räumlichen Gedächtnisses: Referenz- und Arbeitsgedächtnis.

Der Referenzspeicher ist der Speicher, der es einer Ratte ermöglicht, sich daran zu erinnern, welche Arme Belohnungen enthalten und welche nicht.

Das Arbeitsgedächtnis ist das Gedächtnis, das den Überblick darüber behält, welche Arme die Ratte noch nicht besucht hat und welche sie bereits besucht hat, damit die Ratte keine unnötigen Reisen macht.

Die Forscher können das reine Arbeitsgedächtnis testen, indem sie das Experiment so modifizieren, dass nur Arme, die Belohnungen enthalten, geöffnet sind, oder das reine Referenzgedächtnis, indem sie bereits besuchte Arme schließen.

In der Mitte des Labyrinths, bevor die Ratte in den nächsten Arm eindringt, feuert die Folge von Platzzellen im Gehirn der Ratte.

Dies entspricht entweder der Route, die die Ratte im letzten besuchten Arm genommen hat, oder dem Arm, den sie als nächstes herunterlaufen wird.

Bei Aufgaben, die Referenzspeicher testen, entspricht die Sequenz dem nächsten Labyrintharm, den die Ratte besuchen wird.

Dies gibt den Forschern einen Einblick in die unmittelbaren Pläne der Ratte.

Das Tier denkt an einen anderen Ort als den, an dem es sich befindet. Tatsächlich können wir vorhersagen, in welchen Arm die Ratte als nächstes eindringen wird“, erklärt Dr. Csicsvari.

Die Forscher können nicht nur vorhersagen, wohin die Ratte als nächstes gehen wird, sie wissen auch, wann die Ratte einen Fehler machen wird.

Wenn die Ratte einen Fehler macht, wiederholt sie eine zufällige Route“, sagte Dr. Csicsvari.

„Basierend auf den Ortszellen können wir vorhersagen, dass die Ratte einen Fehler machen wird, bevor sie ihn begeht.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Gehirn verschiedene Strategien zur Lösung von Referenz- und Arbeitsgedächtnisaufgaben einsetzt.

Mit dem Referenzspeicher navigiert das Gehirn wirklich und erinnert sich daran, dass dies ein Ort ist, zu dem ich gehen muss“, sagte Dr. Csicsvari.

Das Arbeitsgedächtnis ist abstrakter, jeder Ort ist ein Punkt auf der Liste der zu besuchenden Orte des Tieres.

„Der Hippocampus signalisiert wahrscheinlich dem präfrontalen Kortex, wo die Ratte war, und der präfrontale Kortex verfolgt, welche Gegenstände er abhaken kann.

Die neue Forschung basierte auf früheren Arbeiten von John O’Keefe, May-Britt Moser und Edvard Moser.

Das Team erhielt 2014 den Nobelpreis für Medizin für die Erforschung der Beziehung zwischen Hippocampus und räumlicher Lage.

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