Flechten könnten die Lösung für die Probleme der Raumfahrt sein, indem sie Raketentreibstoff im Weltraum erzeugen. 

Der Schlüssel zur langfristigen Raumfahrt kann in Flechten liegen, einer der primitivsten Lebensformen der Erde.

Flechten produzieren Wasserstoff und dies könnte das Nachfüllen von Kraftstofftanks auf intergalaktischen Fahrten ermöglichen.

Eine Flechte enthält Pilze und Algen oder Bakterien und die Partnerschaft produziert über eine einzigartige Form der Photosynthese Wasserstoff.

Wasserstoff ist eine Schlüsselkomponente im Raketentreibstoff und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Flechten auf der Oberfläche des Mars und anderer fremder Planeten überleben können.

Wissenschaftler glauben, dass diese einfachen, moosartigen Wachstumsformen auf Weltraumreisen der Zukunft zur Erzeugung von Wasserstoff auf Reisen zum Nachfüllen von Kraftstoffreserven genutzt werden könnten.

Es ist die Partnerschaft – die so genannte Symbiose – zwischen den verschiedenen Mikroorganismen, die sie unglaublich langlebig macht.

Algen, und damit einige Flechten, können Wasserstoff produzieren, indem sie Wasser in Wasserstoffionen und Elektronen aufspalten, bevor sie diese mit einer Reihe von Enzymen zu Wasserstoffgas kombinieren.

Kiriakos Kotzabasis an der Universität von Kreta hat die Flechte harten Bedingungen ausgesetzt, um ihre Haltbarkeit zu beurteilen.

Die Forschung simulierte die Bedingungen auf dem Mars, mit wenig Sauerstoff, ohne Wasser und Temperaturen bis -196°C (-321°F).

Flechten schafften es, die unergründlich raue Umgebung zu überleben und nach solch brutalen Bedingungen wieder gesund zu werden.

Zurück unter Umgebungsbedingungen konnte das Basiswesen die normale Produktion von Wasserstoff wieder aufnehmen.

Trotz ihrer Exposition gegenüber einer ungünstigen Umgebung oder wiederholten extremen Bedingungen bleiben Flechten am Leben“, sagte Dr. Kotzabasis gegenüber New Scientist.

Wasserstoff ist eine Schlüsselkomponente in vielen Formen von Raketentreibstoff und die konstante Produktion aus der langlebigen Flechte könnte helfen, Raumfahrzeuge der Zukunft zu betanken, sagen die Forscher.

Flechten haben die widrigsten Bedingungen der Erde überlebt, und der nächste Test ihres Feuers besteht darin, sie der rauen Umgebung zu unterwerfen, die ausschließlich dem Weltraum vorbehalten ist, wie zum Beispiel den hohen Strahlungswerten.

Die Forschung wurde in der Zeitschrift Astrobiology veröffentlicht.

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tekk.tv

Lange Zeit war Paul Florian in der TV-Branche tätig. Schon immer gab es eine Schublade voller Handys (und später Smartphones) in seiner Wohnung. Als Online-Redakteur hat der Nerd in ihm diese Schublade nun für Tekk geöffnet.

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