Der „Mega-Fusion“, der die junge Milchstraße mitgestaltet hat: Astronomen simulieren alte Kollisionen

Astronomen haben die massive Kollision zwischen zwei Galaxien vor etwa zehn Milliarden Jahren simuliert, die den Heiligenschein der Milchstraße hervorbrachte und ihre „aufgeblasene“ Scheibe geformt hat.

Jüngste Beobachtungen der Gaia-Satellitenmission ergaben, dass viele der Sterne im Heiligenschein der Milchstraße „Eindringlinge“ sind – oder Überreste einer anderen, jüngeren Galaxie.

In der jüngsten Arbeit haben Forscher diese Sterne zu einer Galaxie namens Gaia-Enceladus zurückverfolgt und gezeigt, wie ein Mega-Fusion zwischen der Milchstraße und der kleineren Galaxie dazu beigetragen hat, unsere eigenen in den ersten Tagen zu formen.

Ein internationales Team unter der Leitung eines Astronomen der Universität Groningen nutzte Daten aus der zweiten Datenfreigabe der Gaia-Satellitenmission im vergangenen April, um Anzeichen einer alten Fusion im Heiligenschein der Milchstraße zu erkennen.

Die neuesten Gaia-Beobachtungen erlaubten einen Blick auf rund 1,7 Milliarden Sterne.

Wir erwarteten Sterne von fusionierten Satelliten im Halo“, sagte Amina Helmi, Professorin für Astronomie an der Universität Groningen.

Was wir nicht erwartet hatten, war, dass die meisten Halo-Stars tatsächlich einen gemeinsamen Ursprung in einer sehr großen Fusion haben.

Die Forscher fanden heraus, dass die chemischen Signaturen vieler Halosterne in der Milchstraße nicht mit denen ihrer „einheimischen“ Sterne übereinstimmten.

Und sie sind eine ziemlich homogene Gruppe, was bedeutet, dass sie einen gemeinsamen Ursprung haben“, sagte Helmi.

Das Team plante die Flugbahn und die chemische Signatur dieser eindringenden Sterne und enthüllte, dass sie aus der Fusion der Milchstraße und einer kleineren Galaxie entstanden sind, die nicht viel größer als die Kleine Magellansche Wolke war.

Nach Angaben des Teams ereignete sich diese große Kollision vor rund 10 Milliarden Jahren.

Dieser vor langer Zeit stattgefundene Mega-Fusion war wahrscheinlich dafür verantwortlich, die Dickscheibe der Milchstraße in den ersten Jahren zu formen, und gab ihr viele der Sterne, die heute in ihrem Heiligenschein existieren.

Die jüngsten Sterne aus dem Gaia-Enkeladus sind tatsächlich jünger als die einheimischen Sterne aus der Milchstraße in der heutigen Dickscheibenregion“, sagt Helmi.

Das bedeutet, dass der Stammvater dieser dicken Scheibe bereits zum Zeitpunkt der Fusion anwesend war, und Gaia-Enceladus hat sie wegen ihrer Größe geschüttelt und aufgeblasen.

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