Der Glaube, dass wir „Multitasking“ sind, steigert die Leistung, auch wenn wir nicht mehrere Aufträge auf einmal erledigen.

Multitasking steigert die Leistung, auch wenn wir nicht mehrere Jobs auf einmal angehen, hat eine neue Verhaltensstudie ergeben.

Während die Beweise darauf hindeuten, dass das Jonglieren mit verschiedenen Aufgaben Einfluss darauf haben kann, wie gut wir sie erledigen, fanden Forscher heraus, dass das Denken, dass man Multitasking ist, die Produktivität verbessern kann.

Eine Reihe von Experimenten, die von der University of Michigan durchgeführt wurden, fanden heraus, dass die „Illusion“ des Multitasking uns stärker in die anstehende Aufgabe einbezieht.

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass es für den Menschen unmöglich ist, mehrere Aufgaben effizient und aufmerksam gleichzeitig zu erledigen.

Aber während wir zwischen den Aufgaben hin und her wechseln, könnten wir denken, dass wir Multitasking betreiben – obwohl wir es in Wirklichkeit nicht sind.

Assistant Professor Shalena Srna von der University of Michigan, die die Studie leitete, sagt, dass Multitasking oft eine Frage der Wahrnehmung oder sogar eine Illusion ist.

Wir mögen das Sitzen in einer Besprechung als eine einzige Aufgabe wahrnehmen, aber wir können tatsächlich an zwei Aufgaben beteiligt sein – dem Zuhören der Person zuzuhören, die spricht und Notizen macht“, sagt sie.

Unabhängig davon, ob Menschen tatsächlich eine einzelne Aufgabe oder mehrere Aufgaben übernehmen, ist es von Vorteil, wenn sie diese Tätigkeit als Multitasking wahrnehmen.

In einer laborbasierten Studie sahen und transkribierten mehr als 160 Teilnehmer ein Lehrvideo von Animal Planet.

Obwohl die Teilnehmer die gleichen Aktivitäten absolvierten, wurde der Hälfte von ihnen gesagt, sie würden zwei Aufgaben erledigen – Lernen und Transkribieren – während die anderen glaubten, sie würden eine einzige Aufgabe erledigen, um ihre Lern- und Schreibfähigkeiten zu testen.

Die Gruppe, die dachte, dass sie im Multitasking arbeiten, transkribierte mehr Wörter pro Sekunde, schrieb eine größere Anzahl von Wörtern genau und erzielte eine bessere Bewertung bei einem Verständnisquiz.

Ähnliche Ergebnismuster wurden auch in einer Online-Notizstudie erstellt, in der Teilnehmer, die dachten, sie seien Multitasking, bessere Notizen mit mehr Wörtern machten als diejenigen, die dachten, sie seien Single-Tasking.

In einer weiteren Online-Studie versuchten die Forscher festzustellen, ob eine subtilere Manipulation unsere Wahrnehmung von Multitasking beeinflussen würde.

Alle Teilnehmer absolvierten zwei Worträtsel, die gleichzeitig auf dem Bildschirm präsentiert wurden.

Einige glaubten, dass alle Rätsel, die sie sahen, zur gleichen Studie gehörten, vor dem gleichen Hintergrund angezeigt wurden, während andere dachten, dass die Rätsel zu zwei verschiedenen Studien gehörten und vor verschiedenen Hintergründen, getrennt durch eine vertikale Linie, angezeigt wurden.

Diejenigen, die glaubten, dass die Rätsel Teil von zwei verschiedenen Studien waren, sagten, dass die Aktivität eher wie Multitasking war, als diejenigen, die dachten, sie würden Rätsel für eine einzige Studie lösen.

Auch hier haben die „Multitasker“ mehr Wörter pro Sekunde und mehr richtige Wörter eingereicht als ihre Kollegen mit nur einer Aufgabe.

Die Ergebnisse wiederholten sich in 30 Experimenten, bei denen die Teilnehmer aufgrund ihrer Leistung monetäre Belohnungen erhielten.

Dr. Srna und ihr Team schlugen vor, eine Aktivität als Multitasking zu empfinden, das die Leistung verbessern könnte, indem es beeinflusste, wie viel wir an Aufgaben arbeiten, und führten weitere laborbasierte Experimente durch, um ihre Theorie zu testen.

Das Team benutzte die Eye-Tracking-Technologie, um die Augenerweiterung der Teilnehmer zu messen, während sie arbeiteten, um ihre mentalen Anstrengungen bei der Erledigung von Aufgaben zu zeigen.

Teilnehmer, die glaubten, dass sie Multitasking betreiben, führten die Aufgabe nicht nur besser aus, sondern ihre Pupillen waren auch im Durchschnitt während der Aktivität weiter gedehnt, was darauf hindeutet, dass sie mehr mentale Anstrengung aufbrachten, um engagiert zu bleiben.

Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlicht.

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tekk.tv

Lange Zeit war Paul Florian in der TV-Branche tätig. Schon immer gab es eine Schublade voller Handys (und später Smartphones) in seiner Wohnung. Als Online-Redakteur hat der Nerd in ihm diese Schublade nun für Tekk geöffnet.

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