Airbus setzt mit der Spionage-Drohne Zephyr einen Flug-Ausdauerrekord auf

Die bahnbrechende Solar-Drohne von Airbus hat auf ihrer Jungfernfahrt einen Weltrekord aufgestellt.

Der Zephyr S konnte 70.000 Fuß in der Luft für 25 Tage, 23 Stunden und sieben Minuten bleiben.

Das war gerade genug, um einen Weltrekord für den längsten Dauerflug der Erdatmosphäre zu setzen.

Das Schiff ist am Mittwoch nach etwa drei Wochen in der Luft sicher gelandet – zwei Drittel mehr als der bisherige Rekordhalter, so Bloomberg.

Zephyr S ist am 11. Juli zu seinem ersten Testflug von Arizona gestartet und seitdem in der Luft geblieben.

Der vorherige Rekord wurde 2015 von einem Prototyp der Zephyr-Drohne aufgestellt, als es 14 Tage lang in der Luft blieb.

Die Drohne hatte diesen Rekord bereits am 25. Juli gebrochen, aber Airbus musste warten, um die Drohne zu landen, bevor sie den Meilenstein offiziell ankündigen konnte.

"Zephyr S, der Höhen-Pseudo-Satellit von Airbus, hat den aktuellen Flugdauer-Rekord eines Flugzeugs ohne Auftanken von 14 Tagen, 22 Minuten und 8 Sekunden übertroffen und ist weiterhin Vorreiter in der Stratosphäre", so das Unternehmen.

"Dieser erste Flug des Zephyr S zielt darauf ab, die Fähigkeiten des Flugzeugs zu beweisen und zu demonstrieren, wobei der endgültige Ausdauer-Rekord bei der Landung bestätigt wird."

Zephyr S ist in der Lage, in einer Höhe zu operieren, die höher ist als die der Erde, so Bloomberg.

Zuvor war dies eine Höhe, die nur dem Concorde-Überschalljet, dem U2-Spionageflugzeug und der Mach 3 SR-71 Blackbird von Lockheed Martin vorbehalten war.

Dadurch kann die Drohne ihre Solarzellen effizienter aufladen.

Weitere Testflüge werden derzeit an einem Standort in Westaustralien geplant, sagte Airbus.

Die Drohne konnte dank ihres ultraleichten Designs den neuen Rekord weitgehend erreichen: Sie hat eine Flügelspannweite von 82 Fuß, wiegt aber weniger als 165 Pfund.

Der Luftfahrtgigant präsentierte den Menschen auf der britischen Farnborough Airshow den "Pseudo-Satelliten".

"Dieser Jungfernflug des Zephyr S zielt darauf ab, die Fähigkeiten des Flugzeugs zu beweisen und zu demonstrieren, wobei ein Landungstermin bestätigt werden muss, sobald die technischen Ziele erreicht sind", sagte Airbus in einer Erklärung, die den Testflug ankündigte.

"Bis heute hat das Zephyr-Flugzeug fast 1.000 Flugstunden absolviert."

Zephyr S ist seit über einem Jahr in Entwicklung und wird von britischen Streitkräften als High-Tech-Flugzeug eingesetzt, um Ziele auf dem Boden von überall auf der Welt zu überwachen.

Der Höhen-Pseudosatellit (HAPS) kann bis zu 70.000 Fuß in der Luft fliegen, was der doppelten Höhe eines kommerziellen Flugzeugs entspricht.

Tagsüber wird es mit Sonnenenergie betrieben, die auch seine Lithium-Schwefel-Batterien auflädt, die dann nachts als Energiequelle dienen.

"Dies wurde als erstes Start- und Erholungsgebiet für das Zephyr [Unmanned Aerial Vehicle] ausgewählt, hauptsächlich aufgrund seines weitgehend unbeschränkten Luftraums und des zuverlässigen Wetters", bemerkte Airbus.

Die Website wird ab September betriebsbereit sein, fügte das Unternehmen hinzu.

Neben dem Zephyr S plant Airbus auch eine weitere HAPS namens Zephyr T.

Es würde eine Flügelspannweite von mehr als 100 Fuß haben, so dass es größere Nutzlasten tragen kann.

Die Drohnen sind "eine Mischung aus einem Satelliten und einem UAV (Unmanned Aerial Vehicle) mit den Fähigkeiten eines Satelliten und der Flexibilität eines UAV", sagte Jana Rosenmann, Senior Vice President für unbemannte Flugsysteme bei Airbus, gegenüber AFP.

Abgesehen von den nationalen Sicherheitsanwendungen werden die Drohnen laut AFP auch für Seeüberwachung, Grenzpatrouillen und Waldbranddetektion eingesetzt.

Wenn keine Satelliten zur Verfügung stehen, werden die Soldaten der Spezialeinheiten eine Kontrollstation benutzen, um sie über eine Reichweite von bis zu 400 km (250 Meilen) zu fliegen.

Elite-Einheiten verwenden dann die Kamera im Flugzeug, um die Bodenbewegung zu überwachen. Das britische Verteidigungsministerium hat bereits zwei der Zephyr-Drohnen bestellt.

Seine Antennen bieten eine Kommunikationsplattform für die am weitesten entfernten Regionen der Erde.

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