Florida Ameisenarten sammeln Schädel, benutzen chemische Waffen, um Beute zu töten.

Florida ist voll von seltsamen Kreaturen, aber schädelsammelnde Ameisen stehen ganz oben auf der gruseligen Liste.

„1958, kurz nachdem diese Ameise als Art beschrieben wurde, berichteten Wissenschaftler über etwas Seltsames“, sagte Adrian Smith, ein Entomologe an der North Carolina State University, in einer Pressemitteilung.

Forscher fanden Dutzende von enthaupteten Köpfen von Fallbackenameisen in den Nestern der neu entdeckten Ameisenart Formica archboldi. Wissenschaftler theoretisierten, dass die Art entweder die verlassenen Nester von Fangmaulameisen nutzt oder speziell für die Jagd auf ihre Ameisenverwandten ausgerüstet ist.

Bislang haben Wissenschaftler jedoch das Verhalten von schädelsammelnden Ameisen nicht im Detail untersucht.

Verwandtes Dopamin ermutigt Ameisen, öfter zu Futter zu gehen.
„Dies war eine Studie, die aus dem Lesen einer eigentümlichen Beobachtung in einem 60-jährigen Forschungspapier entstand“, sagte Smith. „Die Chancen standen gut, dass diese Ameisenköpfe nicht zufällig in Formica-Nestern waren und dass hinter dieser naturkundlichen Aufzeichnung eine interessante Biologie steckt.“

Die neue Forschung – diese Woche in der Zeitschrift Insectes Sociaux veröffentlicht – hat festgestellt, dass schädelsammelnde Ameisen regelmäßig Beute machen.

Die Angreifer sind in der Lage, sich dank eines Geruchs, der dem ihrer Beute ähnelt, in Reichweite zu schleichen. Wenn Fallenbackenameisen zu nahe kommen, setzen Formica-Ameisen ein chemisches Spray aus Ameisensäure frei. Ameisen verwenden typischerweise ein Säurespray als Abwehrmechanismus, aber die schädelsammelnde Ameise hat das Spray als chemische Waffe eingesetzt.

Das verwandte Virus könnte bei der Bekämpfung von invasiven Feuerameisen helfen.

Smith und seine Kollegen beobachteten die chemischen Angriffe aus nächster Nähe mittels Hochgeschwindigkeitsvideoaufzeichnung. Forscher beobachteten, wie das Spray die Beute der Ameisen schnell bewegungsunfähig machte.

Besonders fasziniert waren die Forscher von der chemischen Tarnung der Art. Typischerweise verwenden Ameisen die Wachsschichten, die ihren Bauch bedecken, um mit ihren Nestgefährten zu kommunizieren.

„Es ist wirklich ungewöhnlich für eine Ameisenart, diese große Variation der chemischen Signatur zu zeigen“, sagte Smith. „Außerdem ist chemische Mimikry normalerweise eine Taktik, die von sozialen Parasiten benutzt wird, aber es gibt keine Beweise dafür, dass F. Archboldi eine parasitäre Spezies ist.“

VERBUNDEN Explodierende Ameisen: Wissenschaftler untersuchen feurige Arten in Südostasien
Obwohl die Forscher noch nicht bestätigen können, dass die chemische Mimikry zielgerichtet ist, schlägt die neue Forschung eine lange Evolutionsgeschichte zwischen Schädel sammelnden und Fallenbackenameisen vor.

„Formica archboldi ist die chemisch vielfältigste Ameisenart, die wir kennen. Vor dieser Arbeit war es nur eine Art mit einer seltsamen Kopfsammelgewohnheit. Jetzt haben wir eine Modellart, um die Evolution der chemischen Diversifikation und Mimikry zu verstehen.“

Teilen Ist Liebe! ❤

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares