Studie: So schädlich kann der Einfluss von Fitness-Bloggern sein

Kayla Itsines und Co. haben es in sich: Eine Studie stellte fest, dass Instagram-Fitnessposts einen negativen Effekt auf die Gesundheit junger Frauen haben können. Schon wenige Blicke auf Bilder athletischer Körper reichen dafür aus.

‚Lieber fit als skinny‘ oder ‚Skinny ist nicht sexy, fit ist sexy‘: So lauten die Parolen, mit denen Fitnessblogger ihre Follower inspirieren wollen. Was nach gutgemeinter ‚Fitspiration‘, also Fitnessinspiration, klingt, kann schnell nach hinten losgehen. Eine Studie der Griffith University stellte fest, dass schon ein geringer Konsum solcher Fotos auf Instagram der Gesundheit junger Frauen schaden kann.

‚Fitspiration‘ verschlechtert Gesundheit junger Frauen

Laura Uhlmann, die Studienleiterin, untersuchte zusammen mit einem Forscherteam 356 Frauen im Alter von 17 bis 30 Jahren auf ihre Reaktionen zu sogenannten Fitspiration-Postings: Im Versuch zeigten Fitnessblogger auf den Instagram-Fotos ihre athletischen, perfekt geformten Körper in Kombination mit einer aufmunternden oder motivierenden Phrase.

Entgegen der eigentlichen Botschaft wirkten die Posts auf die Probanden alles andere als aufbauend, so Uhlmann:

„Diesen Fitnessidealen zu folgen, kann die Gesundheit von Frauen gefährden.“

Der Studie zufolge kursieren auf Instagram mehr als 49 Millionen ‚Fitspiration‘-Bilder.

30 Minuten Instagram reichen für ein schlechtes Bodyimage

Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper stuften die Frauen nach dem Betrachten der Social Media-Inhalte deutlich herab. 

Einen ähnlichen Effekt beobachteten Forscher der Macquarie University und der Universtiy of New South Wales: Bereits nach 30 Minuten Scrollen durch einen Fitness-Feed auf Instagram reichten aus, um das Selbstwertgefühl der Probandinnen deutlich abzusenken. Die Studie mit 350 Frauen zwischen 18 und 25 Jahren stellte fest, dass die Frauen durch Instagram einen starken Hang zur Selbst-Objektifizierung entwickelten. 
 

So schaden Fitspiration-Fotos

Den psychischen Einfluss außen vor, verführten die Aufnahmen auch zu ungesunden Verhalten, so glauben die Wissenschaftler.

So beschreibt Uhlmann in einem Fachmagazin, dass das Bedürfnis schlank zu sein zu schädlichen Ergebnissen führen kann – unabhängig davon, dass eigentlich ein muskulöser Körper das Ziel ist.

Aus vermeintlich guten Vorbildern, wie den Fitnessbloggerinnen wie Kayla Itsiness und Emily Skye, die auf Instagram eine millionenschwere Reichweite genießen, kann also schnell eine Falle für die Gesundheit werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares