So wichtig ist ein starker Beckenboden

Für eine funktionierende Blase, einen gesunden Darm: ein starker Beckenboden ist wichtig. Wie du ihn kräftigst – und warum Männer und Frauen gleichermaßen profitieren.

Unser Beckenboden, genauer gesagt der bindegewebig-muskulöse Boden der Beckenhöhle, erhält bestimmte Organfunktionen aufrecht. Damit wir beispielweise unsere Blase kontrollieren können, ist ein starker Beckenboden unabdingbar. Aber auch unsere Darmgesundheit sowie unser allgemeines Wohlbefinden profitieren. Experten zufolge erhöht ein starkes Becken zudem das Empfinden beim Sex. Genug Gründe, um das häufig unterschätzte Körperteil gezielt zu stärken – das gilt übrigens für Frauen und Männer gleichermaßen.

 

Daran erkennst du einen schwachen Beckenboden

Beim Workout – aber auch generell – wird der Beckenboden oftmals kaum berücksichtigt. Erst wenn dieser in seiner Funktion eingeschränkt ist und Probleme macht, werden wir aufmerksam.

„Die größten Probleme, die Frauen mit einem schwachen Beckenboden haben, sind Probleme bei der Blasenkontrolle“, sagt Heba Shaheed, Expertin für Frauengesundheit, gegenüber dem ‚Coach‘-Magazin. Ist der Beckenboden schwach, kann es zu einem Blasenvorfall oder einer Gebärmuttersenkung kommen – das heißt, die Blase, die Gebärmutter, aber auch der Darm, können sich nach unten verlagern und unter anderem Probleme beim Harnlassen auslösen.

Aber auch bei Männern kann der Beckenboden geschwächt sein, insbesondere wenn sie übergewichtig sind, öfter unter Verstopfung leiden, oder sich wenig bewegen, so Shabeed. Darüber hinaus kann ein geschwächter Beckenboden die Ursache für eine sexuelle Funtionsstörung sein.

Beckenboden trainieren – mit diesen Übungen

Die Expertin empfiehlt, den Beckenboden mehrmals täglich anzuspannen und wieder zu lösen – auf diese Weise wird die Muskulatur aktiviert. Das Tolle an der Übung: Du musst sie nicht in dein Workout integrieren, ein paar Wiederholungen täglich beim Zähneputzen, kochen, putzen und Co. können bereits Effekte erzielen. Shebam zufolge fühlt sich das Anspannen bei Frauen etwa so an „als würden sie ihre Vagina zusammenpressen.“

Darüber hinaus stärkt diese Übung den Beckenboden: Lege dich auf den Rücken, hebe dein Becken an und stütze dich dabei mit den Händen am Boden ab, anschließend wieder senken. Das Ganze zehn Mal wiederholen. „Wichtig ist, beim Anspannen tief auszuatmen“, erklärt Shabeed. Zusätzlich können Entspannungsübungen helfen.

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