Abnehmen: Darum ist die Kohlenhydrat-Diät besser als ihr Ruf

Kohlenhydrate machen dick? Im Gegenteil: Brot, Pasta und Co. können sogar beim Abnehmen helfen. Warum die High Carb-Diät effektiver sein kann als so manche Low Carb-Ernährung.

Low Carb- oder ketogene Ernährung, Stoffwechsel- oder Fatburner-Diät – so heißen die Food-Trends, welche Kohlenhydrate aus dem Speiseplan verbannen. Schließlich sorgen Nudeln, Kartoffeln, Brot und Co. für Extra-Pfunde an Hüften und Bauch, behaupten zumindest Carb-Gegner. Viele Abnehmwillige setzen daher auf Fette und Eiweiß, üben sich im Verzicht auf geliebte Lebensmittel.

Dabei führt das Weglassen von Kohlenhydraten häufig zu Müdigkeit, Unzufriedenheit und Heißhunger auf Süßes. Nicht aber bei der Kohlenhydrat-Diät. Warum die High-Carb-Variante auf gesunde Weise das Fett schmelzen lässt.

Gesund abnehmen mit Kohlenhydraten

Die Kohlenhydrat-Diät ist die Reaktion auf etliche Low Carb-Konzepte. Letztere können zwar zum Abnhemerfolg führen, dem Körper jedoch langfristig Schaden zufügen, da ihm ein wichtiger Mikronährstoff fehlt.

Kohlenhydrate sind nämlich ein schneller Energielieferant für unser Gehirn – verzichtet man lange Zeit komplett auf den Nährstoff, kann das zu einem Konzentrationsabfall und Abgeschlagenheit führen. Darüber hinaus sind Carbs ein wichtiger Brennstoff für unseren Stoffwechsel. Um Fett zu verbennen, benötigt der Körper Energie, die er aus Kohlenhydraten gewinnt.
 

Gute vs. schlechte Carbs

Doch bevor du nun zu Burger, Pommes und Pasta greifst, sei gesagt: Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Komplexe Carbs wie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Haferflocken und Hülsenfrüchte halten den Blutzuckerspiegel stabil – dadurch werden Heißungerattacken vorgebeugt und es wird weniger Fett eingelagert.

Verzichten solltest du hingegen auf „schlechte“ Kohlenhydratquellen wie zum Beispiel Produkte aus Weizenmehl sowie stark zuckerhaltige Lebensmittel (Kuchen, Kekse und Co.) und Getränke (z.B. Cola oder Limo).
 

So funktioniert die Kohlenhydrat-Diät

Wie sieht die Kohlenhydrat-Diät konkret aus? Das von der Ernährungswissenschaftlerin Christina Lachkovics-Budschedl entwickelte Konzept erstreckt sich über einen Zeiraum von 10 Wochen und teilt sich in drei Phasen.

Diese funktionieren wie folgt: Die ersten drei Wochen darfst du zu jeder der drei Hauptmahlzeiten komplexe Carbs essen, in Woche 4 bis 7 verzichtest du abends komplett auf Kohlenhydrate, in Woche 8 bis 10 werden diese wieder in moderaten Mengen in jede Hauptmahlzeit integriert.

Generell solltest du zwischen den Mahlzeiten eine Pause von vier bis sechs Stunden einplanen. Die meisten Kalorien sollten auf das Frühstück fallen, abends kommt dafür nur noch eine Kleinigkeit auf den Tisch.

Keine Sorge, Kalorienzählen brauchst du nicht. Allerdings solltest du deinen Kalorienbedarf im Blick haben. Wichtig: Um einen Jojo-Effekt zu vermeiden, solltest du dich auch nach der Diät ausgewogen ernähren.

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