Schwarzer Freitag: Amazon-Arbeitergewerkschaft ruft zum Streik auf

Die deutsche Gewerkschaft Verdi hat an einem der arbeitsreichsten Tage des Jahres für Amazon zu Streiks aufgerufen. Die Arbeitnehmer wollen den Tag nutzen, um auf die schlechten Arbeitsbedingungen beim Online-Riesen aufmerksam zu machen.

Die Mitarbeiter der Amazon-Lagerhäuser in Hessen und Nordrhein-Westfalen haben geschworen, am Freitag die Arbeit niederzulegen, in der Hoffnung, einen der arbeitsreichsten Tage des Jahres für das Unternehmen zu stören.

Die Gewerkschaft Verdi forderte ihre Mitarbeiter in den Amazon-Lagern in Bad Hersfeld und Rheinberg auf, zu Beginn der Nachtschicht am Donnerstag zu streiken und den Arbeitsausfall bis Ende Freitag fortzusetzen.

Freitag ist ein wichtiger Verkaufstag für Einzelhändler, insbesondere für Amazon, mit Käufern, die am amerikanischen Einkaufstag, der als Schwarzer Freitag bekannt ist, nach Angeboten suchen.

Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke sagte, der „Jahresendrausch ist die stressigste Zeit für die Arbeitnehmer“ und forderte lange Überstunden. „Mitarbeiter sind an einem Tag wie dem Schwarzen Freitag besonders wichtig. Das Engagement der Mitarbeiter muss durch ein höheres Gehalt und ein kollektiv vereinbartes Weihnachtsgeld besser belohnt werden“, sagte sie.

Vier Jahre Streikaktion

Silke Zimmer, Leiterin der regionalen Handelsabteilung Verdi in Nordrhein-Westfalen, sagte, die Rabattaktion am Schwarzen Freitag sei nachteilig für die Arbeitnehmer.

„Die Mitarbeiter müssen derzeit die Regale für das Weihnachtsgeschäft füllen und Tausende von Black Friday Angeboten versenden. Das führt zu vielen Überstunden, die viel schlechter bezahlt werden als bei tarifgebundenen Unternehmen“, sagte sie.

Unter solchen Bedingungen werde das Fehlen eines Tarifvertrages schmerzhaft deutlich, erklärte Zimmer.

„Leider müssen die Mitarbeiter dies dem Online-Riesen auch nach vier Jahren Streiks noch deutlich machen, weshalb die Arbeitskampfmaßnahmen heute und morgen fortgesetzt werden“, sagte sie am Donnerstag.

Verdi kämpft seit Jahren für einen Tarifvertrag für Amazon-Mitarbeiter und für deren Bezahlung nach den Tarifen des Einzelhandels und des Versandhandels. Amazon hat bisher die Forderungen von Verdi abgelehnt.

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