Heute war ein großer Sieg für das japanische Tattooing.

Foto: Save Tattooing,Photo: Manuel Chillagano
Im vergangenen Frühjahr entschied der Oberste Gerichtshof von Osaka, dass der Tätowierer Taiki Masuda das Gesetz gebrochen hat, indem er ohne ärztliche Erlaubnis tätowierte. In dieser Woche hat das Gericht über seine Berufung entschieden.

Laut Asahi entschied das Oberste Gericht von Osaka zu Gunsten von Masuda und hob damit das vorherige Schuldspruch auf.

Masudas Anwälte argumentierten, dass seine Absicht kein medizinisches Verfahren sei, sondern die Schaffung von Kunst. Aus diesem Grund war ein ärztlicher Attest nicht erforderlich und erfordert, dass einer seiner verfassungsmäßigen Rechte verletzt wird.

Jiji Press berichtet, dass der Vorsitzende Richter der Meinung war, dass Tätowierung symbolische und künstlerische Bedeutung und damit nicht als medizinisches Verfahren gedacht ist.

Foto: Sichere Tätowierung
Im Jahr 2015 überfiel die Polizei Masudas Studio und sagte ihm, er solle eine Geldstrafe zahlen. Wie ich in meinem Buch Japanese Tattoos geschrieben habe: Geschichte * Kultur * Design, das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales hat das Tätowieren 2001 als medizinisches Verfahren eingestuft, weil eine Nadel die Haut durchdringt und Tinte einbringt.

Die Regierung vergibt jedoch keine Tattoo-Lizenzen. Diese Klassifizierung hat das Tätowieren längst in eine legale Grauzone gebracht. Wie ich bereits geschrieben habe, ist die rechtliche Unklarheit beim Tätowieren in Japan nicht neu.

Die Praxis war zuvor im späten 19. Jahrhundert verboten worden, aber in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Tätowieren in Japan legalisiert. Doch die Razzien gingen weiter und viele Tätowierer arbeiteten aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit.

Dieses jüngste Urteil wird jedoch sicherlich ein Meilenstein für eine Kunstform sein, die seit Jahrhunderten kriminalisiert wird. Hoffentlich wird dies zu einem besseren Verständnis in Japan dafür führen, was Tätowierer tun und was Tätowieren bedeutet.

Hier hält Masuda das Urteil, das „muzai“ (無罪) oder „unschuldig“ lautet. (Foto: Save Tattooing)

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