Gewalt gegen Frauen im Videospiel Red Dead Redemption 2 ruft giftige Männlichkeit hervor.

Es ist in der Welt des Gaming üblich, dass ernsthafte Videospieler Videos ihrer Spielerlebnisse auf YouTube hochladen, meist um anderen Spielern Tipps, Walkthroughs und Highlights zu geben.

Letzten Monat hat der YouTube-Kanal „Shirrako“ eine Videoaufnahme eines Teils des kürzlich veröffentlichten Videospiels Red Dead Redemption 2 (RDR2) hochgeladen. Das Video zeigte einen Avatar (die Figur, die den Spieler in einem Videospiel darstellt), der eine weibliche Figur physisch angreift, bis sie bewusstlos war. Das Video trug den Titel: „Beating Up Annoying Feminist“.

Innerhalb weniger Tage hatte das Video mehr als eine Million Aufrufe erhalten. Während einige Zuschauer bemerkten, dass sie planten, das Verhalten im Video zu replizieren, kommentierten andere:

Die einzige gute Feministin ist eine Tote Feministin.

Frauen das Wahlrecht zu geben, war ein Fehler.

Jüngste Forschungen zum Thema Online-Glücksspiel im Zuge der #MeToo-Bewegung beleuchten diese Art von Verhalten und werfen Bedenken über den Einfluss der Spielkultur auf die Einstellung zu Sexismus und Gewalt gegen Frauen auf.

Darstellungen von Gewalt gegen Frauen

Nach viel Hype und Vorfreude wurde RDR2 – die Fortsetzung des Videospiels Red Dead Red Redemption – am 26. Oktober 2018 in Australien veröffentlicht. Auf der ganzen Linie waren die Reaktionen sehr positiv, und die Spieler haben fantastische Bewertungen veröffentlicht.

Aber Videospiele und ihre Entwickler wurden oft wegen der Darstellung von Gewalt gegen Frauen kritisiert, und RDR2 bildet da keine Ausnahme.

Das Spiel spielt im US Wild West und gibt den Spielern die Möglichkeit, die Kontrolle zu übernehmen und Gewalt gegen andere Spielcharaktere auszuüben. Dazu gehört auch die physische Übergriffe und Tötung der weiblichen Figur, einer Suffragette, die die frühe feministische Bewegung symbolisiert, die sich für das Frauenwahlrecht einsetzt.

Wenn Spieler Videos von ihrem Spielerlebnis hochladen, zeigen die Videos regelmäßig unangemessene und sozial inakzeptable Verhaltensweisen. Das kann das Verprügeln von Sexarbeitern oder das Angreifen anderer weiblicher Spielfiguren beinhalten.

Nachdem die Medien über das Video des Shirrako-Kanals berichtet hatten, das von YouTube gezogen und wieder eingesetzt wurde, lud der Kanal weitere Videos hoch. Inklusive Titel: „Feministisch in die Hölle fallen lassen & den Teufel töten“, und „Lästige Feministische Ernährung für Alligator“.

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