Barcelona 3-4 Real Betis: Besucher randalieren im Nou Camp, als Lionel Messi zurückkehrt.

Barcelona erlebte gegen Real Betis eine böse Überraschung und verlor im Camp Nou in einem wilden Duell mit 3:4. Trotz des Startelf-Comebacks von Messi enttäuschte der Spitzenreiter gegen die Andalusier vor allem vor der Pause. Sevilla fand nach 2:0-Pausenführung auf die beiden ersten Anschlusstore der Katalanen jeweils postwendend eine Antwort und münzte eine mutige Vorstellung in einen nicht unverdienten Auswärtserfolg um.

Barça-Coach Ernesto Valverde hatte nach dem 1:1 in der Champions League bei Inter Mailand wieder Messi an Bord, dafür fiel Coutinho (Oberschenkelverletzung) aus. Dembelé war nach unentschuldigtem Fehlen beim Training aus dem Kader gestrichen worden.

Munterer Auftakt im Camp Nou, auch weil sich Betis keineswegs versteckte. Messi (1.) und Malcolm (6.) auf der einen sowie Lo Celso (5.) und Joaquin (7.) auf der anderen Seite sorgten für Aufregung vor beiden Toren, ehe das Spiel – unterbrochen von einem ersten energischen Messi-Solo (12.) – in eine längere ruhige Phase eintauchte.

Junior lässt ter Stegen keine Abwehrchance

Die Katalanen investierten zunächst nicht allzu viel, kamen so über Ansätze nicht hinaus – und kassierten die Quittung gegen immer mutigere Gäste, als Junior nach Carvalhos Traumpass halblinks enteilte und durch die Beine des zu zögerlich angreifenden Sergi Roberto ins kurze Eck einschoss (20.).

Tolle Paraden beider Keeper

Die schnelle Antwort von Barça verhinderte Betis-Keeper Pau Lopez, der nach Messis Freistoßflanke Lenglets Volley aus vier Metern famos über die Latte lenkte (25.). Da ließ sich ter Stegen nicht lumpen, tauchte nach Tellos Flachschuss blitzschnell ab und verhinderte das zweite Gegentor (30.).

Aber nur zunächst. Denn weil die Andalusier gegen einfallslose Valverde-Schützlinge aufmerksam verteidigten sowie sich immer wieder mit spielerisch guten Lösungen zu befreien wussten, hieß es zur Pause doch 0:2: Nach Juniors Flanke von links setzte sich Tello rechts im Strafraum nach, fand den völlig freien Joaquin, der sich aus elf Metern gegen eine seltsam phlegmatische Barça-Defensive nicht zweimal bitten ließ (34.).

Zweite Hälfte: Vidal ersetzt Arthur

Mit Wiederanpfiff schickte Valverde Vidal auf den Rasen und versprach sich davon sicherlich mehr Aggressivität. Die Katalanen bauten nun Druck auf, Befreiungsmomente sollten für Sevilla zunächst Seltenheitswert haben. Der Chilene testete nach 18 Sekunden gleich Pau Lopez, der Glück hatte, dass Flachschüsse von Messi (48.) und Suarez (58.) vorbeizischten.

Nach einer guten Viertelstunde ebbte Barças Drangphase ab und Tello verpasste das 3:0 für Real Betis um Zentimeter (64.). Stattdessen verkürzte wenig später Messi vom Punkt, nachdem Tello im eigenen Strafraum bei Jordi Alba den Trikottest gemacht hatte (68.).

Ter Stegen patzt – Sevilla kontert zweimal postwendend

Die Initialzündung für die nächsten Angriffswellen der Gastgeber? Nein, denn Lo Celso nahm dem Tabellenführer gleich wieder den Wind aus den Segeln – ter Stegen ließ den scharfen, aber unplatzierten Schuss des Mittelfeldspielers aus zehn Metern durch die Hände rutschen (71.).

Canales kontert auch Vidal – Messis Tor kommt zu spät

Die Entscheidung? Auch nicht. Vidal verkürzte erneut (79.), ehe Rakitic mit der Ampelkarte vom Platz musste und Canales wieder konterte – 4:2 (83.). Der wilden Schlussphase inklusive Nachspielzeit setzte dann Messi die Krone auf, als er Vidals Zuspiel einschob (90.+2). Zu mehr sollte es aber für Barça nicht mehr reichen, das nach der unerwarteten Pleite nun noch mit einem Punkt Vorsprung den heißen Atem von Atletico und Alaves spürt.

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