Zöliakie: Impfstoff zum Schutz vor Gluten, das von Wissenschaftlern entwickelt wird.

Ein Impfstoff gegen Zöliakie, der den Körper dazu bringt, sich selbst anzugreifen, wenn eine Person Gluten isst, ist dem Rollout einen Schritt näher. Forscher hoffen, dass eine neue experimentelle Behandlung der Zöliakie namens Nexvax2 Patienten mit der schweren Immunerkrankung eine normale Ernährung ermöglichen könnte – einschließlich Pasta und Brot.

Derzeit ist das Aufhören von Gluten die einzige Möglichkeit, die Krankheit zu behandeln und schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden. Zöliakie ist keine Intoleranz oder Allergie gegen Gluten, sondern eine Autoimmunerkrankung, die dazu führt, dass sich der Dünndarm bei der Begegnung mit Gluten (einem Protein, das in Lebensmitteln wie Weizen, Roggen und Gerste enthalten ist) gegen sich selbst richtet. Dies schadet den winzigen Zotten im Verdauungstrakt und hält einen Zöliakie davon ab, Nährstoffe aus ihrer Nahrung aufzunehmen.

„Selbst Patienten, die sich strikt an eine glutenfreie Ernährung halten, können kurz- und langfristige Nebenwirkungen der Glutenbelastung erleiden“, warnten australische Forscher des Royal Melbourne Hospital in einer Erklärung.

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In Phase-I-Studien wurde festgestellt, dass der Impfstoff Nexvax2 in den Dosen, die der durchschnittliche Patient einnehmen würde, sicher und verträglich ist. Inzwischen ist es in die Phase-II-Studie gegangen, in der Forscher untersuchen, ob Nexvax2 die Patienten vor den negativen Auswirkungen von Gluten in das Verdauungssystem eines Zöliakiepatienten schützen kann.

Ein internationales Forscherteam hofft, rund 150 Teilnehmer in den USA, Australien und Neuseeland für die Studie zu gewinnen. Um anspruchsberechtigt zu sein, sagte das Royal Melbourne Hospital, Personen müssen zwischen 18 und 70 Jahre alt sein, nachweislich an Zöliakie leiden und seit mindestens 12 Monaten eine glutenfreie Ernährung haben.

Die Teilnehmer werden gebeten, eine moderate Menge an Gluten zu essen, sich zweimal pro Woche mit dem experimentellen Medikament zu injizieren und Online-Fragebögen auszufüllen. Die Forscher werden Blutproben sowie Blutdruck- und Pulsergebnisse von Patienten sammeln. Einige Teilnehmer werden sich auch einer Gastroskopie und einer Biopsie unterziehen.

Dr. Jason Tye-Din, ein Gastroenterologe und Leiter der Zöliakieforschung am Royal Melbourne Hospital, sagte dem Sydney Morning Herald: „Der Impfstoff ist so konzipiert, dass er die 90 Prozent der Zöliakiepatienten mit der genetischen Form der Erkrankung HLA-DQ2 angreift. Eine erfolgreiche Therapie, die die normale Gluttoleranz wiederherstellen kann, würde das Zöliakie-Management revolutionieren.“

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