Staatskasse um Millionen geprellt – Dänin in Südafrika gefasst

Wochenlang fahndeten Ermittler nach einer Ex-Mitarbeiterin der dänischen Sozialbehörden. Sie soll Millionen abgezweigt haben – unter anderem für die Reiterkarriere ihrer Tochter.

In einem Hotel in einem Vorort von Johannesburg schlug die Polizei laut Danmarks Radio zu: Dänische und südafrikanische Ermittler haben eine Dänin festgenommen, die die Staatskasse des skandinavischen Landes um umgerechnet knapp 15 Millionen Euro betrogen haben soll – zulasten von Hilfsbedürftigen wie Obdachlosen und Drogenabhängigen.

Ermittler hatten seit Wochen international nach der einstigen leitenden Angestellten der dänischen Sozialbehörden gefahndet. Die 64-Jährige wird verdächtigt, insgesamt 111 Millionen dänische Kronen über Jahre hinweg auf eigene Konten umgeleitet zu haben. Die Betrügereien in 274 Fällen flogen bei einer internen Revision im September 2018 auf. Die Staatsanwaltschaft will eigenen Angaben zufolge einen Auslieferungsantrag stellen.

Bericht: Große Menge Bargeld bei Festnahme

„Die Flucht ist vorbei. Die Hauptverdächtige ist festgenommen. Das ist das Ergebnis einer zielgerichteten internationalen Zusammenarbeit zwischen der Anklagebehörde für internationale Kriminalität und einer Reihe internationaler Behörden“, sagte Polizist Thomas Anderskov Riis laut einer Mitteilung der dänischen Staatsanwaltschaft.

„Jetzt gibt es Hoffnung, dass wir den Fall endlich aufklären und eine Antwort dafür erhalten, wo der Rest der verschwundenen Millionen ist.“ Der konservative dänische Justizminister Søren Pape Poulsen sprach von einer „guten Arbeit“ der Ermittler.

Danmarks Radio berichtete unter Berufung auf südafrikanische Ermittler, dass bei der Festnahme eine große Menge Bargeld bei der mutmaßlichen Betrügerin gefunden worden sei. Einem Bericht der Boulevardzeitung „BT“ zufolge soll die Frau mit dem abgeschöpften Geld unter anderem Reitabenteuer ihrer Tochter gefördert und zeitweise ein eigenes Gestüt betrieben haben.

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