So plant die CDU die Kandidatenkür

Kanzlerin Merkel verspricht, die CDU werde sich unter jedem neuen Parteichef an den Koalitionsvertrag halten. Außerdem legt der Vorstand fest, wie genau die Kandidaten aufgestellt werden.

Kanzlerin Angela Merkel hört nach 18 Jahren als CDU-Chefin auf – und bislang haben sich zwölf mehr oder weniger prominente Parteimitglieder für den Spitzenjob ins Gespräch gebracht: Nun hat die CDU-Parteiführung in Berlin erklärt, wie genau die Kür der Kandidaten für die Wahl einer oder eines Vorsitzenden beim Hamburger Parteitag laufen soll.

Ehe im Dezember die Entscheidung über die neue CDU-Spitze fällt, sollen die Parteimitglieder in acht Regionalkonferenzen die Möglichkeit bekommen, die Kandidaten kennenzulernen. Das sagte CDU-Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler nach einer zweitägigen Vorstandsklausur. Die Konferenzen sollen Mitte bis Ende November stattfinden, derzeit sei man in Abstimmung mit den Landesverbänden.

Schüler hob hervor, dass dasjenige Parteimitglied als Kandidat antreten könne, das entweder vor dem Parteitag von einer Gliederung der Partei vorgeschlagen werde, also vom Bundes-, einem Landes-, Bezirks- oder Kreisverband oder beim Parteitag durch einen Delegierten. Zu den Regionalkonferenzen würden alle CDU-Mitglieder eingeladen. Auf den Veranstaltungen sollten alle Kandidaten eine „gleiche und angemessene“ Redezeit erhalten.

Sowohl Merkel als auch Schüler wiesen darauf hin, dass es bisher zwar zwölf Interessenten gebe – diese seien aber bisher nicht als Kandidaten nominiert. Wie viele als Kandidaten nach den geltenden Kriterien nominiert werden und am Ende auf den Regionalkonferenzen auftreten, ist also noch offen.

Merkel: Festhalten am Koalitionsvertrag ist „einhellige Meinung“

Als aussichtsreiche Kandidaten gelten Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie Gesundheitsminister Jens Spahn. Kramp-Karrenbauer wurde inzwischen von der Saar-CDU als Kandidatin nominiert. (Sehen Sie hier alle zwölf Interessenten im Überblick)

Merkel erklärte, ihre Partei werde sich auch nach der Wahl einer neuen Parteispitze an den Koalitionsvertrag halten. „Es gibt die gemeinsame Überzeugung, dass wir auf Basis des Koalitionsvertrages die Regierung weiter führen werden“, sagte die Kanzlerin.

Es sei verständlich, dass die SPD wissen wolle, wie sich die CDU nach der Wahl eines oder einer neuen Vorsitzenden Anfang Dezember aufstelle und ob sich die Partei weiter dem Koalitionsvertrag verpflichtet fühle. Darüber habe sie auch mit den Sozialdemokraten gesprochen. Man habe dies im CDU-Bundesvorstand diskutiert, und das Festhalten am Koalitionsvertrag sei „einhellige Meinung“ gewesen.

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