Rentner können auf deutliches Rentenplus 2019 hoffen

German Chancellor Angela Merkel talks to residents of the St. Johannisstift old people’s home in Paderborn, Germany, July 16, 2018 after Merkel promised during a 2017 election campaign TV show to visit and see the everyday life of caretaking staff. Friso Gentsch/Pool via Reuters

Berlin (Reuters) – Die über 20 Millionen Rentner in Deutschland können im kommenden Jahr mit einer Rentenanhebung von über drei Prozent rechnen.

Im Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2018 geht die Bundesregierung davon aus, dass die Rentenbezüge zum 1. Juli 2019 im Westen um 3,18 Prozent und im Osten um 3,91 Prozent steigen könnten. Das sind allerdings nur vorläufige Annahmen auf Grundlage der Berechnungen des Rentenschätzerkreises im Oktober. “Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir noch mehrere Unbekannte”, erklärte die Rentenversicherung Bund am Montag. “So wissen wir noch nicht, wie sich die Löhne in diesem Jahr entwickeln werden. Dies ist maßgebend für die Rentenanpassung im nächsten Jahr.”

In dem Reuters vorliegenden Entwurf wird zudem deutlich, dass die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt mit einer Rekordzahl von Beschäftigten soviel Geld wie nie in die Rentenversicherung spült. Trotz der Beitragssenkung am Jahresanfang um 0,1 Punkte auf 18,6 Prozent stiegen die Beitragseinnahmen der allgemeinen Rentenversicherung bis September um rund 4,4 Prozent. Bis zum Jahresende wird die Rentenkasse voraussichtlich eine Rücklage von etwa 38 Milliarden Euro angesammelt haben. Das ist das 1,77-Fache einer Monatsausgabe. Über den Entwurf des Berichts, der in der Bundesregierung abgestimmt wird, hatte zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

“Für die Rentenerhöhung im kommenden Jahr zeichnet sich derzeit eine erfreuliche Entwicklung ab”, sagte ein Sprecher von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). “Aber endgültig steht die genaue Höhe erst im März 2019 fest, weil dann erst alle erforderlichen Zahlen vorliegen.” Es sei aber “jetzt schon absehbar, dass es gut und richtig ist, die doppelte Sicherungslinie einzuführen”. Die Koalition will auf Betreiben der SPD den Beitragssatz bis 2025 bei 20 Prozent deckeln und das Rentenniveau bei 48 Prozent eines Durchschnittslohns halten. Dafür soll der Bundeszuschuss 2025 um 1,9 Milliarden Euro steigen, weil sonst nach derzeitigen Berechnungen der Beitrag auf 20,3 Prozent des Bruttolohns klettern würde. Das Rentenpaket soll am Donnerstag vom Bundestag verabschiedet werden.

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